Börse: Autowerte fahren vor - DER SPIEGEL
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Börse Autowerte fahren vor

Nach schwachem Start ging der Dax am Vormittag wieder deutlich ins Plus. DaimlerChrysler verbuchten zunächst die größten Kursgewinne.
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Frankfurt am Main - Nach der Veröffentlichung der Unternehmensergebnisse von Bayer, Commerzbank und Merck lag der Dax zu Beginn leicht im Minus, ging dann aber auf ein Plus von knapp einem Prozent. Der Nemax-50 fiel hingegen um gut ein halbes Prozent.

Im frühen Handel lagen die Bayer-Papiere mit einem Verlust von knapp zwei Prozent am unteren Ende der Dax-Skala. Stärkere Einbußen gab es nur für Schering, die um etwas mehr als zwei Prozent unter Vortagesniveau notierten.

Unter den Gewinnern im Dax lagen die Aktien von DaimlerChrysler mit rund dreieinhalb Prozent Gewinn vorn. Ein Händler der Dresdner Bank begründete die Käufe mit der positiven Stimmung für Automobilwerte. Die Titel der Stuttgarter sowie jene von Volkswagen verzeichneten nach Monaten einer "schlechten Performance" einen guten Tag. Auch die Aktie des Wolfsburger Konzerns ging knapp zweieinhalb Prozent ins Plus. Anhaltende Gewinne erwartete der Händler nicht. Schließlich seien die Aussichten im amerikanischen Geschäft für beide Konzerne alles andere als gut. VW überwand erstmals seit dem Jahreswechsel wieder die Marke von 50 Euro.

Im Nemax-50 am neuen Markt sorgte vor allem das Schwergewicht MobilCom für einen Trend nach unten. Die mit Spannung erwarteten Halbjahreszahlen sind vom Markt negativ aufgenommen worden. Im frühen Handel verloren die Aktien gut zwei Prozent. Der Vorsteuergewinn des Telekom-Anbieters ist auf Grund des scharfen Wettbewerbs auf dem Telefonmarkt im Jahresvergleich um 63 Prozent auf 29,4 Millionen Mark gefallen.

Trotz des Kurssprungs nach der Meldung über einen Großauftrag der Deutschen Telekom haben Atoss nach Händleransicht noch Potenzial. Die Aktie sei auf dem derzeitigen Niveau "unterbewertet". Atoss stiegen um gut 16 Prozent. Abschläge von gut 14 Prozent musste hingegen ricardo.de hinnehmen, nachdem bekannt geworden war, dass QXL das Internet-Auktionshaus eventuell nicht übernehmen will.

Der Euro zeigte sich wieder leicht erholt und notierte mit rund 0,902 Dollar wieder leicht über der psychologischen Marke von 90 US-Cent.