Börse: DaimlerChrysler auf Jahrestief - DER SPIEGEL
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Börse DaimlerChrysler auf Jahrestief

Trotz einer Kehrtwende der US-Börsen ins Plus hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstagabend leichter geschlossen. Einen Tag vor dem Verfall von Optionsscheinen auf Aktien, Indizes und Futures gingen Dax und Nemax-50 mit Verlusten aus dem Handel.
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Frankfurt am Main - Die Wall Street hat am Donnerstag leichte Kursgewinne verbucht. Neue US-Wirtschaftsdaten fielen etwas besser aus als erwartet. Der Dow-Jones-Index stieg nach vorläufigen Schlussangaben um 26,87 Zähler oder 0,25 Prozent auf 10.714,82 Punkte. Der Nasdaq-Index legte um 48,23 Punkte oder 1,27 Prozent auf 3845,64 Punkte zu.

Zu den Tagesgewinnern im Dax zählten die beiden Versorger VEBA und VIAG. Bei hohen Umsätzen stieg VEBA um 3,85 Prozent auf 55,84 Euro. Noch stärker waren die Gewinne der VIAG-Aktien, die sich um 4,36 Prozent auf 22,25 Euro verbesserten. "Die Gründe für den regen Handel liegen in der bevorstehenden Fusion zur e.on AG", sagte ein Händler. Am Montag werden die Aktien des neuen e.on-Konzerns erstmals gehandelt. Unbeeindruckt von dem gefundenen Kompromiss beim Atomausstieg stieg RWE um 0,1 Prozent auf 40,50 Euro.

Das Debüt im Dax gibt am Montag Infineon, die sich um 3,4 Prozent auf 79,50 Euro verbilligten. Epcos-Aktien büßten nach Gewinnmitnahmen als stärkster Verlierer 4,06 Prozent ein und schlossen bei 142,75 Euro. Der Mutter-Konzern Siemens gab an der Börse um 1,40 Prozent auf 161,70 Euro nach.

Den Kurs von SAP hätten fundamentale Daten und charttechnische Gründe nach oben getrieben, sagte Alexander Simon, Händler bei der Citibank. Die Aktie schloss 1,74 Prozent fester bei 627,20 Euro.

Chemiewerte standen unter Druck, weil Anleger die jüngsten Anstiege zur Gewinnmitnahme nutzen und in die Versorger investierten, sagte ein Händler. DaimlerChrysler fielen um 1,86 Prozent auf ein neues Jahrestief von 57,90 Euro.

Der Rentenmarkt gab sich freundlich. Der Rex stieg um 0,13 Punkte auf 110,60 Punkte. Der Bund-Future behauptete sich knapp mit einem Minus 0,02 Punkten auf 106,15 Zählern. Die Umlaufrendite war am Nachmittag unverändert bei 5,18 Prozent festgestellt worden.

Im Devisenhandel begrenzte der Euro seine Verluste auf 0,9525 Dollar, nachdem die Währung nach der Veröffentlichung von US-Daten zur Industrieproduktion auf 0,95 Dollar gestürzt war. Damit war die US-Währung 2,0533 Mark wert. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 0,9524 Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 2,0297 Mark wert.