Börse DaimlerChrysler gibt Gas
Frankfurt am Main - Der Dax kletterte bis zum frühen Nachmittag auf ein Plus von knapp einem Prozent, während der Nemax 50 knapp drei Prozent schwächer notierte.
Händler hatten vorbörslich erwartet, dass die T-Aktie den Dax in die Höhe ziehen werde. Da das Ergebnis nur im Rahmen der Analystenerwartungen lag, fiel das Papier dagegen um mehr als dreieinhalb Prozent. Der Bonner Konzern steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 15 Prozent. Allerdings stammten zwei Drittel der Umsatzsteigerungen aus Firmen, die der Konzern hinzugekauft hat. Der Überschuss bei der Telekom ist um knapp 550 Prozent gestiegen. Hier resultiere das Plus größtenteils aus einmaligen Einnahmen, wie etwa dem Börsengang der Internet-Tochter T-Online.
Der Dialysehersteller Fresenius steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten im Vergleich zu Vorjahr um 10 Prozent. Das Ergebnis je Aktie für die ersten neun Monate ging um 11 Prozent nach oben. Auch diese Nachrichten bewegten den Kurs nur wenig: Fresenius gaben gut eineinhalb Prozent ab.
Der Neunmonats-Umsatz des Einzelhandelskonzerns Metro konnte die Anleger nicht überzeugen. Trotz einer Steigerung um knapp acht Prozent verlor die Aktie im frühen Handel über vier Prozent.
Für die positive Tendenz im Dax waren vor allem die Autowerte verantwortlich. DaimlerChrysler stiegen um mehr als sechs Prozent, BMW kamen um über vier Prozent voran, auch Volkswagen legten nochmals knapp eineinhalb Prozent zu. Nach Händlerangaben werden die momentanen Kurse von Anlegern als attraktive Einstiegspreise gesehen. Vorne in der Gewinnerliste waren auch Linde, die rund sechs Prozent gewannen.
Am Neuen Markt enttäuschte Softing seine Investoren am Morgen mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung - der Umsatz in den ersten neun Monaten lag rund 20 Prozent unter den ursprünglichen Planzahlen. Das Softing-Papier verlor daraufhin über 21 Prozent an Wert. Singulus verloren nochmals mehr als sechs Prozent. Der Anbieter von CD- und DVD-Produktionsanlagen wurde am Vortag von Analysten kritisch bewertet. Stark unter Druck waren auch Intershop mit mehr als zehn Prozent Kursverlust. Händler machten dafür das schlechte Abschneiden der Internetwerte an der Nasdaq verantwortlich.
Der Euro notierte im europäischen Handel etwas fester bei Kursen um 0,842 Dollar.