Börse: Dax bei ruhigem Handel im Minus - DER SPIEGEL
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Börse Dax bei ruhigem Handel im Minus

Der deutsche Aktienmarkt schloss am Freitag nach lustlosem Handel im Minus. Der Euro notierte über der psychologisch wichtigen Marke von 88 Cent.
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Frankfurt am Main - Der Dax schloss am Abend mit einem Minus von 0,51 Prozent bei 6798 Punkten geringfügig über dem Tagestiefststand. Der Neue Markt trat nach Verlusten in den vergangenen Tagen auf der Stelle. Mit minus 0,25 Prozent notierten die Wachstumswerte im Nemax-50 bei 5212 Zählern fast unverändert. Der M-Dax legte dagegen kräftig zu und stieg um 1,42 Prozent auf 4941 Punkte.

Unter dem Einfluss des Kurssturzes bei dem Computerhersteller Apple gab die Nasdaq am Freitagabend 2,22 Prozent auf 3694 Zähler ab. Der Dow Jones präsentiert sich bei 10.736 Punkten ebenfalls um 0,81 Prozent schwächer.

Richtungsloser Handel belastet den Dax

"Der Markt befindet sich in einem Niemandsland ohne klare Richtungsimpulse», sagte ein Börsianer in Frankfurt.

Autowerte im Dax gaben nach der Eröffnung des Pariser Autosalons Gas. Die Aktie von DaimlerChrysler legte auf 1,66 Prozent auf 50,84 Euro zu. Der BMW-Kurs stieg um 2,11 Prozent auf 38,75 Euro. Volkswagen beschleunigte auf 52,50 Euro, ein Plus von 4,27 Prozent und führte damit die DAX-Gewinner an.

Die im M-Dax notierte Porsche- Aktie hatte die Branche beflügelt. Der Titel gab jedoch am Nachmittag wieder ab und schloss unverändert bei 4100 Euro.

Deutsche Bank verliert trotz Empfehlung

Deutsche-Bank-Aktien verloren trotz einer deutlichen Erhöhung des Kurszieles durch die amerikanischen Investmentbank JP Morgan zuletzt um 3,05 Prozent auf 93,70 Euro. Der Titel der Münchner Rück kletterte dagegen um 3,36 Prozent auf 338,00 Euro.

Die Schering-Aktien verbesserte sich nach Verlusten am Vormittag um 0,68 Prozent auf 74,10 Euro. Das Berliner Unternehmen wird von April 2001 an vom bisherigen Personalchef Hubertus Erlen geführt werden.

Technologiewerte verlieren zum Wochenschluss

Unter den Technologiewerten büßte Siemens 3,60 Prozent auf 146,00 Euro ein. Der Halbleiterhersteller Infineon verlor 0,31 Prozent auf 54,88 Euro - nach einem Tageshöchstkurs von 57,01 Euro.

Wachstumswerte nach volatilem Verlauf im Minus

Nach einem positiven frühen Verlauf trieb die negative Entwicklung des US-Handels den Neuen Markt ins Minus. Mit der Ausnahme einzelner großer Werte blieben die Umsätze gering.

"Die Märkte verhalten sich heute äußert volatil", sagte Jürgen Hufnagel, Händler bei M.M. Warburg. Die Umsätze seien angesichts der bevorstehenden Berichtssaison dürftig. Außerdem habe die Gewinnwarnung von Apple vom Vortag den Markt gelähmt.

Die Börsen in Paris und London schlossen uneinheitlich. Der EuroStoxx-50 aus den wichtigsten Aktien in der Eurozone sank um 0,4 Prozent auf 4 914,25 Zähler.

Euro trotzt der Dänen-Absage

Am Devisenmarkt pendelte der Euro einen Tag nach dem Nein der Dänen zur Gemeinschaftswährung weiter um die Marke von 0,88 Dollar. Zuletzt wurde er mit 0,8823 Dollar und der Dollar mit 2,2172 Mark gehandelt.

Die Europäische Zentralbank hatte den Euro- Referenzkurs am Nachmittag noch auf 0,8765 (0,8832) Dollar festgesetzt. Damit war der Dollar 2,2314 (2,2145) Mark wert.

Der Rentenmarkt tendierte etwas stärker. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen notierte mit 0,2 Prozent fester bei 105,33 Punkten. Der Rentenindex REX lag zuletzt bei 110,09 Zählern, ein Plus von 0,2 Prozent. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 5,29 (Vortag: 5,30) Prozent fest.