Börse Dax fällt unter 3000 Punkte
Frankfurt am Main - Das Börsenbarometer rutschte unter die Marke von 3000 Punkten und stand zuletzt bei 2971 Zählern - ein Minus von 1,7 Prozent. So tief stand der Index zuletzt am 13. November. Der Nemax 50 lag mit 1,5 Prozent auf 376 Zählern im Minus.
"Die schwachen Wachstumsprognosen des ifo Instituts haben den DAX kräftig ins Minus drehen lassen", sagte ein Händler. "Es gibt auch keinen fundamentalen Grund, derzeit an steigende Kurse zu glauben." Das Institut rechnet im kommenden Jahr nur mit einem schwachen Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,1 Prozent.
Die Erholung nach den Zahlen von Oracle und den gestrigen Kursverlusten sei verpufft, da die Anschlussorders fehlten. Am morgigen großem Verfallstag an den Terminbörsen werde das Volumen der gehandelten Titel zwar deutlich ansteigen, aber wahrscheinlich den Stand vom 20. September, als 228 Millionen Dax-Aktien im Handelsverlauf umgingen, nicht erreichen, hier es aus dem Handelssaal.
MLP-Aktien sackten kräftig durch, nachdem größere Verkaufsorders vor dem morgigen Hexensabbat eingingen. Epcos, die am Morgen noch deutlich auf Erholungskurs waren, fielen um 4,5 Prozent auf 10,27 Euro. Der Titel wird am 23. Dezember aus dem Dax absteigen. Nur die Aktie des Walldorfer Software-Konzerns SAP konnte noch bis zum Mittag von den überraschend guten Zahlen des US-Konkurrenten Oracle profitieren.
Den Spitzenplatz im Dax nahm die RWE-Aktie ein, die um 3,2 Prozent auf 25,44 Euro anzog. E.On erholten sich und stiegen um 3,3 Prozent auf 41,85 Euro. Die Blockierung der E.On/Ruhrgas-Übernahme und skeptische Analystenstimmen haben das Papier des Energieversorgers in den vergangenen Tagen belastet.
Nach negativen Analystenkommentaren haben die Aktien von Allianz und Münchener Rück am Donnerstag deutlich nachgegeben. Goldman Sachs hatte beide Werte von "in line" auf "underperform" herab gestuft. Allianz-Aktien verloren 1,28 Prozent auf 100,30 Euro. Am Vortag hatte Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle überraschend seinen Rücktritt für den kommenden April angekündigt und den Schritt mit persönlichen Gründen erklärt.