Börse: Dax geht leichter ins Wochenende - DER SPIEGEL
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Börse Dax geht leichter ins Wochenende

Der deutsche Aktienmarkt hat zu Wochenschluss nach einem lustlosen Handel und negativen Vorgaben aus New York schwächer geschlossen. Auch belastet die anhaltende Euro-Schwäche zunehmend die Börse in Frankfurt.
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Frankfurt - Der Dax gab um 1,43 Prozent auf 7267 Zähler nach. Am Neuen Markt beendete der Nemax-50 den Handel mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 6244 Punkten. Die Werte im M-Dax schlossen 0,34 Prozent höher auf 4963 Zählern.

Schwache Vorgaben der Wall Street

Der Nasdaq Composite-Index fiel im New Yorker Handel nach deutlichen Vortagesgewinnen um 1,86 Prozent auf 4022 Zähler. Der Dow-Jones-Index verlor 0,4 Prozent auf 11.214 Punkte.

Händler sagten, am deutschen Aktienmarkt herrsche derzeit Lustlosigkeit, Geschäfte liefen bei geringen Umsätzen ab. "Der Markt ist von Zufallsgeschichten geprägt", sagte ein Händler.

Auch belaste die Verunsicherung der Investoren über den schwachen Euro und die hohen Rohölpreise den Dax. "Derzeit werden Sie wohl kaum einen Investor finden, der sich bullisch für den Euro zeigt", sagte ein Börsianer. Einerseits profitiere der deutsche Export von der schwachen Währung, andererseits fließe auch viel Kapital nach außerhalb Europas.

Thilo Müller, Händler der BHF-Bank, zeigte sich enttäuscht über die Vorgaben der Nasdaq. Auch existiere derzeit kein Szenario, in dem sich die deutschen Aktien freundlich entwickeln könnten.

Lufthansa leicht im Aufwind

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt gehörten am Freitag die Titel der Lufthansa mit einem Anstieg von 1,30 Prozent auf 23,31 Euro. Thyssen Krupp legten um 1,04 Prozent auf 17,48 Euro zu. Händler sagten, bei dem Kurszuwachs der beiden Unternehmen handele es sich um eine technische Erholung.

Ebenfalls zulegen konnten Aktien aus dem Bankensektor zulegen. Händler führten dies auf Übernahme- und Fusionsspekulationen zurück. Deutsche Bank stiegen um 0,03 Prozent und Dresdner Bank um 0,66 Prozent.

Die Aktien von DaimlerChrysler notierten 0,12 Prozent im Plus. Das Unternehmen hatte am Morgen eine Senkung des Kaufpreises für eine 34-prozentige Beteiligung an Mitsubishi mitgeteilt. Danach werde DaimlerChrysler an Mitsubishi 2,2 Milliarden Euro statt wie bisher vereinbart 2,4 Milliarden Euro bezahlen. Außerdem habe das Stuttgarter Unternehmen die Option erhalten, nach drei Jahren ihre Beteiligung unbegrenzt zu erhöhen.

Chemiewerte nach Gewinnwarnung unter Druck

Die Chemiewerte wurden Händlern zufolge weiterhin von einer Gewinnwarnung des US-Chemiekonzerns Du Pont belastet. Bayer verloren 3,05 und BASF 1,78 Prozent.

Die Technologiewerte verloren in Folge der schwachen Nasdaq und auf Grund von Gewinnmitnahmen, wie Händler erklärten. Siemens gaben um 4,02 Prozent und SAP um 2,99 Prozent nach. Epcos rutschten 1,90 Prozent.

Neuer Markt fällt im Sog der Nasdaq

Nach einem festen Start haben die deutschen Wachstumswerte ihre Kraft verloren und sind mit leicht schwacher Tendenz ins Wochenende gegangen. Händlern zufolge sind die Notierungen im Gleichschritt mit der technologielastigen Nasdaq in den USA unter Druck geraten. Dabei sei die Sitzung bei dünner Nachrichtenlage lustlos und umsatzarm verlaufen.

Euro bleibt im Tief gefangen

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister hat sich der Euro am Freitag von seinem Rekordtief etwas erholt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8735 (Donnerstag: 0,8676) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,2390 (2,2542) Mark.