Börse Dax hält sich über 6000 Punkten
Frankfurt am Main - Der Leitindex Dax stieg bis zum Mittag um 0,13 Prozent auf 6012 Punkte. Der MDax mittelgroßer Werte legte um 0,04 Prozent auf 8550 Zähler zu. Dagegen sank der TecDax um 0,60 Prozent auf 659 Punkte.
Händler sprachen von einem impulslosen Geschäft wegen des Feiertages am Dienstag. Viele Anleger seien zu Hause geblieben. Selbst aus London komme deutlich weniger Geschäft, sagte ein Händler.
Für Unterstützung sorgten Börsianer zufolge Kursgewinne an den asiatischen Märkten. Vor allem an der Tokioter Börse waren nach einem positiv aufgenommenem Konjunkturbericht der japanischen Notenbank (Tankan) Aktien gefragt.
Im Fokus des Marktes steht besonders der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA am Nachmittag. "Zudem dürften Positionierungen zum Quartalsbeginn stützten", hofft ein Händler. In der westlichen Hemisphäre beginne am Berichtstag das wichtige vierte Quartal, in Japan beginnt das zweite Halbjahr. Weiter gerät die EZB-Sitzung am Donnerstag in den Blick, auf der mit einer Zinserhöhung gerechnet wird.
Besonders gut entwickeln sich bisher MAN-Aktien , die um 2,1 Prozent auf 68,15 Euro zu. Angeblich will Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder nun doch die Übernahme der schwedischen Lastwagenfirma Scania unterstützen, sollte sein Konzern dafür nur einen hohen Anteil an dem neuen Unternehmen erhalten. Bisher besitzt Volkswagen 34 Prozent der Stimmrechte von Scania. Die Aktien des Wolfsburger Unternehmens legen dank der Gerüchte ebenfalls zu, und zwar um 0,6 Prozent auf 67,60 Euro.
Dagegen büßen Linde-Titel 0,3 Prozent auf 74,10 Euro ein, nachdem manche Aktienhändler leicht enttäuscht über die Kaufgebote für die Linde-Gabelstapelsparte waren. Offenbar kann Linde sein Staplergeschäft zum Preis von 3 Milliarden Euro bis 3,5 Milliarden Euro loswerden.
Katastrophale Nachrichten gibt es zu den Kleinstwerten: So bricht Aldi-PC-Zulieferer Medion nach einer Gewinnwarnung um 11 Prozent auf 7,80 Euro ein. Darüber hinaus leiden die Aktien vieler Wettanbieter heute unter dem US-Senatsbeschluss, der US-Bürgern und -Bürgerinnen das Online-Wetten unmöglich macht. Nur machen die Internetwettfirmen dort oftmals einen großen Teil ihres Umsatzes. In Österreich bricht deshalb der Preis der Bwin-Anteilsscheine um 23 Prozent auf 16 Euro ein.
Der Euro-Kurs hat sich am Montagmorgen in einer sehr engen Spanne bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete in Frankfurt zuletzt 1,2665 US-Dollar. Ein Dollar war 0,7891 Euro wert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am vergangenen Freitag noch auf 1,2660 Dollar festgesetzt, nach 1,2713 Dollar am Vortag.
Dagegen hat sich der US-Ölpreis heute zunächst über der Marke von 63 US-Dollar gehalten. Das Barrel (159 Liter) der US- Sorte WTI kostete zur November-Auslieferung im asiatischen Handel 63,27 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag in New York. Händler begründeten den Preisanstieg mit Produktionskürzungen der Ölförderländer Venezuela und Nigeria bei gleich bleibender Nachfrage.
itz/mm.de/Dow Jones/dpa