Börse: Dax hangelt sich erneut auf Rekordstand - DER SPIEGEL
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Börse Dax hangelt sich erneut auf Rekordstand

Eine Rallye im Schlussgeschäft hat dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag noch deutliche Kursgewinne beschert. Der Dax gewann ein Prozent oder 80,16 Punkte auf 7709,27 Zähler und ging mit einem neuen Rekordstand aus dem Handel.
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Frankfurt am Main - Im Vergleich zum Tagestief vom Morgen legte das Barometer sogar um mehr als 200 Punkte zu. Begründet wurde der Aufwärtstrend mit dem unerwartet freundlich tendierenden Dow-Jones-Index.

Händler registrierten einen Favoritenwechsel. Gefragt waren Werte, die seit Jahresbeginn eher vernachlässigt worden waren. Die bevorstehende Herausnahme von Mannesmann aus dem Dax führe zu Kursgewinnen vieler anderer Werte. Da der Nachrücker Epcos wesentlich leichter gewichtet sein werde als Mannesmann, steigt das Gewicht aller anderen Titel entsprechend an, da indexorientierte Fonds ihre Anteile aufstocken.

Gewinner des Tages waren Commerzbank, die um 3,15 auf 35,35 Euro stiegen. Händler verwiesen auf neue Übernahmespekulation bei den Banken. Aber auch Dresdner Bank, Veba, Thyssen und Lufthansa verzeichneten Gewinne zwischen vier und fünf Prozent. Dagegen mussten die Favoriten der vergangenen Wochen bis auf Mannesmann Verluste hinnehmen. So fielen Deutsche Telekom um 0,50 auf 92 Euro, Siemens um 6,60 auf 173 Euro und SAP-Vorzüge um 23,50 auf 865 Euro. Mannesmann gewannen dagegen im Windschatten von Vodafone 5,50 auf 322 Euro.

Der Nemax-50 schloss bei 7486,74 Punkten und damit um ein Prozent oder 77,05 Punkte höher. Der M-Dax gewann 0,4 Prozent oder 18,60 Zähler auf 4259,23 Punkte. Der europäische Aktientrend war dagegen rückläufig. Der Euro-Stoxx gab in Paris um 0,3 Prozent oder 17,44 Punkte auf 5174,35 Zähler nach.

Der Bund Future sank bis zum Nachmittag um 0,6 Prozent oder 63 Stellen auf 102,78 Punkte. Der Rex gab am Rentenmarkt um 0,3 Prozent oder 0,2752 auf 109,29 Stellen nach. Die Umlaufrendite wurde am Nachmittag von der Bundesbank mit 5,39 Prozent angegeben.

Auch der Kurs des Euro gab erneut nach. Händler brachten die erneute Schwäche mit der Zinserhöhung der Bank of England in Verbindung, die ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 6 Prozent erhöht hatte. Die EZB legte den Referenzkurs für einen Euro auf 0,9868 Dollar (Vortag: 0,9934) fest. Für den Dollar ergibt sich damit ein Kurs von 1,9820 Mark.