Börse Dax im Fahrwasser des Dow Jones
Frankfurt am Main - Händler hatten nach der niedrigeren Bookbuilding-Spanne von T-Online mit weiteren Kursabschlägen bei der Telekom gerechnet. Nach einem Verlust von 10 Prozent am Vortag pendelte die T-Aktie um das Schlussniveau vom Montag bei 75,50 Euro.
SAP, die in New York deutlich weniger verloren haben als andere Technologietitel, rücken um fast zwei Prozent auf rund 705 Euro vor. Karstadt und Lufthansa, deren gemeinsame Tochter C&N den britischen Reiseveranstalter Thomson übernehmen soll, legen ebenfalls zu. Karstadt gewinnen 1,4 Prozent auf gut 32 Euro, und Lufthansa drehen nach anfänglichen Verlusten in Plus und erhöhen sich um 0,41 Prozent auf 24,58 Euro.
Bankenwerte bieten, wie Händler vorbörslich vermutet haben, eine positive Performance. Commerzbank legten um gut 1 Prozent auf 40 Euro zu, Hypovereinsbank um 2,6 Prozent auf fast 64 Euro, Deutsche Bank um 1,9 Prozent auf 75,40 Euro und Dresdner Bank und 1,7 Prozent auf 46 Euro.
DaimlerChrysler, die in den USA ein Absatzplus für März ausgewiesen haben, verbessern sich um 2,8 Prozent auf 71,70 Euro und führten damit nach der ersten Handelsstunde den Dax an.
Vorläufiger Kursverlierer waren Epcos, die 2,3 Prozent auf 128,25 Euro abgeben.
Der Dow-Jones kletterte am Abend in New York um 2,7 Prozent oder 300,01 Punkte auf 11.221,93 Zähler. Der Nasdaq dagegen musste die größten Verluste seiner Geschichte wegstecken. Er sank um 7,6 Prozent oder 348,58 Zähler auf 4.224,25 Punkte. In der Folge gab auch der Neue Markt kräftig nach. Der Nemax-50 verlor 3,3 Prozent oder 230 Punkte auf 6620 Zähler.
Der Euro hat im frühen Handel gegenüber dem Dollar weiter verloren. Die europäische Gemeinschaftsdevise wurde am Morgen mit 0,9554 Dollar umgesetzt. Damit kostete ein Dollar 2,0469 Mark. Die EZB in Frankfurt hatte den Referenzkurs am Montag auf 0,9564 Dollar festgelegt.
Der Euro gewann allerdings im Vergleich zum Yen. Die japanische Notenbank intervenierte zu Wochenbeginn am Devisenmarkt und kaufte die europäische Währung, um den Yen zu schwächen. Die andauernde Stärke des Yen gefährde die Erholung der japanischen Konjunktur, merkten Händler an. Auch für Dienstag werde eine entsprechende Intervention aus Tokio erwartet, hieß es ergänzend.