Börse Dax knackt 6000-Punkte-Marke
Frankfurt am Main - Bei verhaltenem Handel standen Aktien von adidas-Salomon zu Beginn mit plus 1,60 Prozent auf 165,80 Euro an der Dax-Spitze. Der Sportartikelhersteller hat einem Interview zufolge mehr Fußbälle, Trikots und WM-Artikel verkauft als geplant. "Wir sind mit dem Verkauf der WM-Produkte mehr als zufrieden und werden alle unsere WM-Ziele übertreffen", sagte Vorstandschef Herbert Hainer dem "Tagesspiegel". Dies belegten auch die Zahlen zum ersten Quartal.
Hainer bestätigte zudem den Ausblick für das Gesamtjahr. Dies gelte, obwohl der übernommene US-Konkurrent Reebok bei den Auftragseingängen im vierten Quartal 2005 eingebrochen sei.
Kräftige Nachfrage gab es auch nach den Aktien der Hersteller von Investitionsgütern. Vor allem MAN und Linde legten kräftig zu. Dies sei unter anderem getragen von den sehr guten VDMA-Auftragseingängen vom Vortag, sowie bei MAN der Kurszielerhöhung um zehn Prozent durch Societe Generale und bei Linde dem Kaufinteresse von Unaxis an BOC Edwards.
Titel der Deutschen Bank legten in Reaktion auf den Rücktritt von Rolf Breuer von der Spitze des Aufsichtsrates 0,66 Prozent auf 94,87 Euro zu. Dieser zieht die Konsequenzen aus dem andauernden Rechtsstreit mit dem früheren Medienunternehmer Leo Kirch und gibt sein Amt auf. Merrill Lynch bestätigte die Titel in einer ersten Reaktion mit "Buy" und das Kursziel bei 114 Euro. Der Rücktritt und die Benennung Börsigs als Nachfolger seien eine gute Nachricht für die Aktionäre.
Auch Papiere von Volkswagen gehören zu den Gewinnern. Aktuell notiert der Kurs bei 62,55 Euro 0,55 Prozent im Plus. Dem Autobauer ist mit der in Shanghai konzipierten Passat-Variante Lingyu laut Presseinformationen den Rückgang der Marktanteile in China stoppen. Der VW-Anteil an den Gesamtverkäufen hat sich nach Informationen der "Financial Times Deutschland" aus Unternehmenskreisen in den ersten beiden Monaten des Jahres bei gut 16 Prozent stabilisiert - bei leichtem Aufwärtstrend.
mik/dpa-AFX/reuters