Börse: Dax leidet unter lustlosem Handel - DER SPIEGEL
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Börse Dax leidet unter lustlosem Handel

Mit einem Verlust von knapp einem Prozent ist der Dax in die Woche gestartet. Er fiel damit wieder unter die Marke von 7500 Punkten
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Frankfurt am Main - Marktteilnehmer berichten von einem lustlosem Handelsauftakt. "Nachdem die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag nicht negativ auf den Dax durchgeschlagen haben, rechnen wir für heute mit Verlusten in Folge von Zinsängsten", sagte ein Händler. Um einer überhitzten Konjunktur vorzubeugen, werde die US-Notenbank nun wohl mit noch größerer Wahrscheinlichkeit die Zinsen erhöhen. Dies dürfte auf die Stimmung drücken, spekulierten Börsianer.

Die wenigen Nachrichten von Unternehmen sorgten zunächst nicht für Bewegung. Deutsche Telekom gaben entgegen den vorbörslichen Erwartungen gut ein Prozent nach. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, dass die anstehende dritte Tranche des Bundes geringer ausfalle als ursprünglich angenommen. Händler werteten ein solches Vorgehen eigentlich als positiv für den Kurs, da die Spekulationen über die Platzierung zuletzt auf der T-Aktie gelastet hatte.

Die BMW-Aktie verlor zunächst etwa zweieinhalb Prozent. Händler zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass die ungeliebte "Rover-Tochter" bald unter die Haube gebracht werden kann. Nachdem der Interessent Phoenix nun anscheinend doch die Finanzierung im Griff hat, meldet auch der Ex-Bewerber Alchemy wieder Gesprächsbereitschaft.

Verluste von rund einem Prozent musste auch die Aktie von Schering hinnehmen. "Die Biotech-Phantasie braucht neue Fakten", so ein Händler. Zwar lese es sich sehr gut, dass Schering mit zehn bis zwölf Biotech-Unternehmen über eine Übernahme verhandele, aber dass es sich dabei um Transaktionen von lediglich 100 Millionen US-Dollar gehe, sei eher enttäuschend.

Die Wachstumswerte am Neuen Markt sind mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Der Nemax-50 lag am Vormittag knapp ein Prozent im Plus. In der ersten Handelsstunde gehörte Fantastic Corp. zu den Gewinnern: Das Papier des Spezialisten für Breitbandsoft-Plattformen stieg um gut fünf Prozent. Ebenfalls gut fünf Prozent Aufschlag gab es für den Chiphändler Ce Consumer.

Der Euro pendelte im frühen Handel um die Marke von 90 US-Cent. Impulse für den Devisenmarkt werden von der heutigen Sitzung der Wirtschafts- und Finanzminister erwartet. Hauptthema dieses Treffens ist die Euroschwäche.