Börse: Dax pendelt um 5000-Punkte-Marke - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Dax pendelt um 5000-Punkte-Marke

An der Börse entwickeln die Investoren allmählich wieder eine gewisse Unruhe bei der Suche nach lukrativen Papieren. Das treibt den Dax, obwohl es kaum Nachrichten aus den Unternehmen gibt. Im Vormittagshandel pendelt der Index um die psychologisch wichtige Marke von 5000 Punkten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Gelungener Start in die neue Handelswoche: Der Dax   legt um 9.36 Uhr um 0,6 Prozent auf 5004 Punkte zu. "Es gibt kaum Nachrichten, aber weiterhin Liquidität, die nach Anlagemöglichkeiten sucht", sagt ein Händler. Später fiel der Index wieder leicht.

Unter den wenigen Nachrichten dominierten die Meldungen über politisches "Wunschdenken" zu diversen Steuer- und Abgabensenkungen sowie Konjunkturprogrammen, fügt er hinzu. Aus technischer Sicht habe der Dax zunächst Platz bis rund 5140 Punkte; dort liege das "Breakaway Gap" von Anfang November, das damals den erneuten Kurseinbruch eingeleitet hatte.

Als besondere Zugpferde erwiesen sich Papiere der Stahlkonzerne. Zudem stützt das Schwergewicht Siemens   den Index. Freundlich tendieren zudem Infineon  . Das Unternehmen hatte in der Einladung zur Hauptversammlung am 12. Februar 2009 mitgeteilt, dass die Eigenkapitalausstattung auf Grund der weltweiten Finanzkrise durch ein weiteres genehmigtes Kapital in Höhe von bis zu 450 Millionen Euro geschaffen werden soll.

Pharmawerte profitieren von einem Interview des Pfizer-  -CEO Jeff Kindler mit der "Financial Times Deutschland". Kindler sagte unter anderem: "Wir sind offen für Zusammenschlüsse und sehen uns ständig potentielle Kandidaten an - große, kleine und mittelgroße." Damit komme Konsolidierungsphantasie in den Sektor, heißt es aus dem Handel. Auch das Schwergewicht Bayer   profitierte davon.

Autowerte sind dagegen der schwächste Sektor in Europa. "Nach dem Einbruch der japanischen Marktdaten und mit der Angst vor den US-Daten am Nachmittag hat keiner Lust auf diese Branche", sagt ein Händler. Am Markt kursiere die Sorge, dass auch die US-Kfz-Absatzzahlen einen Einbruch wie die japanischen aufweisen könnten. Diese waren im Dezember um 22,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen.

Auch die Unsicherheit über die künftige Zusammensetzung des Post-Vorstandes belastet die Aktie, die mit einem Minus von 1,2 Prozent zu den Verlierern zählt. "Der Markt mag einfach keine Unsicherheit", erklärte ein Händler. Nach Berichten der "FTD" plant Post-Vorstandsvorsitzender Appel nach dem überraschenden Abgang von Finanzvorstand Allan weitreichende Umbesetzungen.

mik/Dow Jones/Reuters/ddp