Börse: Dax schließt auf höchstem Stand seit April 2001 - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Dax schließt auf höchstem Stand seit April 2001

Angetrieben von Gewinnen an den US-Börsen hat der deutsche Leitindex Dax am Montag den Handel auf dem höchsten Schlussstand seit dem Frühling 2001 beendet. Händler verwiesen auf die anhaltende Rekordjagd des Dow Jones.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Der Dax   schloss 0,6 Prozent stärker bei 6243 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich ein neues Mehrjahreshoch bei 6249 Punkten markiert hatte. So gut stand der Dax seit April 2001 nicht mehr.

Auch der TecDax   verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 682 Zähler, der MDax   stieg um 0,4 Prozent auf 8688 Punkte. Händler großer deutscher Häuser berichteten übereinstimmend von einem sehr ruhigen, unspektakulären Geschäft.

Auch die Kurse an der New Yorker Wall Street notierten im frühen Handel fester. Der Dow Jones   gewann 0,8 Prozent auf 12.095 Punkte. Der Nasdaq Composite   zog um 0,7 Prozent auf 2359 Zähler an. Marktteilnehmer begründeten die Entwicklung mit den rückläufigen Ölpreisnotierungen. Eine anfängliche Schwäche sei so überwunden worden. Vor der am Mittwoch anstehenden Sitzung der US-Notenbank sowie zahlreichen bedeutenden Quartalsberichten im Wochenverlauf dürfte aber nicht mehr allzu viel passieren.

Im Dax führten Aktien der Lufthansa   die Gewinnerliste mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 17,31 Euro an. Das von der Citigroup auf 20 Euro erhöhte Kursziel sowie der gefallene Ölpreis ließen die Aktie zulegen. Deutsche Börse  verbesserten sich um 1,9 Prozent auf 128,78 Euro. Linde   legten 1,3 Prozent auf 75,90 Euro zu.

Unter Druck gerieten hingegen unter anderem BMW  , die 0,5 Prozent auf 44,58 Euro verloren. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Altana   gaben 0,4 Prozent auf 43,18 Euro ab. Hypo Real Estate   büßten knapp 0,3 Prozent auf 49,99 Euro ein.

Im MDax zogen Techem   mit einem kräftigen Plus von 17,7 Prozent auf 49,24 Euro an die Spitze. Die australische Bank Macquarie hatte über ein deutsches Tochterunternehmen ein Übernahmeangebot von 44 Euro je Aktie abgegeben. Analysten vermuteten, Anleger könnten auf eine Nachbesserung des Angebotes spekulieren. Die Verliererliste führten einmal mehr EADS   mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 20,74 Euro an.

Im TecDax verbesserten sich Evotec   um 7,4 Prozent auf 3,50 Euro. Wirecard stiegen um 3,4 Prozent auf 5,50 Euro. Stärkster Verlierer waren hingegen IDS Scheer  , die nach einer Gewinnwarnung und enttäuschenden Quartalszahlen 10,4 Prozent auf 14,41 Euro einbrachen.

Der Euro notierte am Montagabend leichter bei 1,2543 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2556 Dollar festgestellt hatte. Hinter der Entwicklung steckt nach Ansicht von Händlern nicht viel mehr als technisch bedingtes Geplänkel sowie Positionsglattstellungen vor der anstehenden US-Zinsentscheidung.

itz/mm.de/ddp/dpa