Börse Dax schließt im Plus
Frankfurt am Main - Der Dax stieg bis Sitzungsende um 0,1 Prozent auf 7315 Punkte. Der M-Dax sank um 0,4 Prozent auf 4852 Punkte. Der Nemax 50 (Performance-Index) verlor bis zum Handelsende 11,11 Punkte oder 0,2 Prozent und endete mit 5752 Zählern. Der Nemax-All-Share (Performance-Index) gewann 0,3 Prozent auf 5183 Punkte.
Deutsche-Bank-Aktien führten mit einem Plus vom 3,9 Prozent auf 102,60 Euro die Gewinnerliste im Dax an. "Der Wert hat die Marke von 100 Euro deutlich hinter sich gelassen und notiert damit auf einem neuen Jahreshoch", erklärte ein Frankfurter Aktienhändler. Metro legten 3,3 Prozent auf 45,10 Euro zu.
Das Dax-Schwergewicht Deutsche Telekom verlor 3,2 Prozent auf 46,95 Euro. Die Aktie von ThyssenKrupp litt unter der Verschiebung des Börsengangs der Stahlsparte. Zeitweise verlor der Titel rund sieben Prozent und bildete die schwächste Aktie im Dax. Zuletzt bröckelte der Kurs um 4,40 Prozent auf 17,59 Euro ab. "Und das hat den Markt deutlich verunsichert", sagte der Analyst Michael Köhler von der BfG-Bank.
Neuer Markt: Uneinheitlich
Wie ein Frankfurter Händler sagte, habe spürbares Verkaufsinteresse institutioneller Adressen die tendenziell guten Vorgaben am Neuen Markt wieder zunichte gemacht. Mobilcom sei als Umsatzspitzenreiter unter Druck geraten. Dem Frankfurter Händler zufolge belasteten Gerüchte, dass die Schleswiger nur noch für zwei Lizenzen bieten würden. Ein anderer Händler fügte hinzu, dass sich die Lizenzen schon in kaum noch nachvollziehbare Höhen geschraubt hätten. Mobilcom verloren 8,7 Prozent auf 115,51 Euro. Brokat zählte nach der Vorlage der Halbjahreszahlen bei ebenfalls hohen Umsätzen zu den Tagesverlierern. Ein Frankfurter Händler nannte die negativ aufgenommenen Ergebnisse als einen wesentlichen Belastungsfaktor für den Gesamtmarkt.
Brokat meldete einen Umsatz von 22,1 Millionen Euro im zweiten Quartal, die Lizenzeinnahmen verharrten mit 9,9 Millionen Euro auf dem hohen Niveau des Vorquartals. Der operative Verlust erhöhte sich aufgrund von Investitionen im Quartalsvergleich von 2,1 Millionen Euro auf 7,5 Millionen Euro. ABN Amro hatte daraufhin ihre Kaufempfehlung für Brokat bestätigt. Dennoch verloren die Aktien 10,9 Prozent auf 94,45 Euro.
Wall Street: "Old Economy" schwächelt
Die Aktienmärkte in New York haben sich im späten Handel am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Der Dow-Jones-Index fiel bis 20.45 Uhr MESZ um 0,44 Prozent auf 11.018 Punkte. Er litt somit am zweiten Tag in Folge unter den schweren Kurseinbrüchen der Einzelhandelswerte. Vor allem die Verluste von Home Depot drückten auf den Index. Ebenfalls schwächer notierten die Aktien der Finanz- und Computer-Unternehmen. An der Nasdaq waren dagegen besonders Chip-Titel gefragt.
Die Schwäche der "Old Economy" beeindruckte auch die Nasdaq, auch wenn der Nasdaq Composite das Vortagesniveau noch verteidigen konnte. Der Index notierte 0,25 Prozent fester auf 3861 Zählern. Der S&P 500 büßte hingegen 0,1 Prozent auf 1482 Punkte ein.
Europa: Fester
Der britische Wertpapiermarkt hat den Handel am Mittwoch mit Kursgewinnen beendet. Impulse habe der Markt durch die freundlichen US-Konjunkturdaten erhalten, sagten Händler. Dabei sei die uneinheitliche Tendenz der Wall Street in den Hintegrund getreten. Der FTSE-100-Index kletterte bis Handelsschluss um 0,9 Prozent auf einen Stand von 6.532,0 Punkten. Damit lag er unter seinem Tageshoch von 6.553,50 Zählern.
Die italienische Wertpapierbörse in Mailand hat den Handelstag ebenfalls klar im Plus beendet. Nachdem der Aktienmarkt am Dienstag geschlossen blieb, schloss der Leitindex Mib30 am Mittwoch mit plus 0,4 Prozent bei 47.722 Punkten. Der marktbreite Mibtel zog um 0,5 Prozent auf 32.678 Punkte an. Die Umsätze wurden von Händlern auf 2,599 Mrd. Euro geschätzt.
Mit Gewinnen ist ebenfalls die spanische Wertpapierbörse in Madrid aus dem Handel gegangen. Der IBEX-35-Index kletterte um 134,8 Punkte oder 1,2 Prozent auf 11.342,70 Zähler. Umgesetzt wurden insgesamt 1,44 Milliarden Euro. Vor allem die Index-Schwergewichte zogen in einem positiven Marktumfeld deutlich an.
Devisen: Euro gestiegen
Der Kurs des Euro zum Dollar ist am Mittwoch auf dem Devisenmarkt gestiegen. Ein Euro kostete um 21.00 Uhr MESZ 0,91565 Dollar nach 0,91370 am Vortag. Daraus ergibt sich für den Dollar zur Mark ein Kurs von 2,1361 Mark (2,1408).
Die Feinunze Gold wurde in London bei 276,35 Dollar gefixt - gegenüber 274,75 Dollar am Dienstag.