Börse Dax springt um 100 Punkte
Hamburg - Der Dax kletterte zum Handelsstart um 1,6 Prozent auf 6554 Zähler und legte damit mehr als 100 Punkte gegenüber dem Vortagesschluss zu. Am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex 2,66 Prozent auf 6447,7 Punkte verloren.
Unterstützung erhält der Index aus den USA und aus Asien: Der US-Leitindex Dow Jones hatte nach anfänglichen Verlusten ein "intraday reversal" hingelegt und um 0,5 Prozent im Plus geschlossen. Auch der Technologieindex Nasdaq Composite schloss um 0,9 Prozent fester.
In Asien daraufhin ebenfalls Durchatmen: Der Nikkei-225-Index beendete den Handel am Morgen mit einem Plus von 1,1 Prozent.
Sollte sich heute die Unruhe um den US-Immobilienmarkt etwas legen, würden die Unternehmensdaten wieder an Gewicht gewinnen. Und da rücken die neuen Zahlen von Altana und Bayer in den Vordergrund.
Altana und Bayer legen Zahlen vor
Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Bayer , nachdem der Konzern seine Bilanz vorgelegt und einen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben hatte. Bayer zogen um rund zwei Prozent an.
Der Chemie- und Pharmakonzern Altana hat im letzten Geschäftsjahr vor seiner Aufspaltung ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern legte zugleich um 14 Prozent auf 779 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bad Homburg berichtete. Zum Jahreswechsel war die Pharmasparte an die dänische Nycomed verkauft worden.
Seitdem konzentriert sich Altana auf das kleinere Spezialchemiegeschäft. Der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Pharmasparte von 4,5 Milliarden Euro wird an die Aktionäre ausgeschüttet.
Deutsche Bank leicht erholt
Unterstützt wurde der Dax auch von den Aktien der Deutschen Bank , die nach dem fünfprozentigen Einbruch vom Vortag um zwei Prozent zulegten.
Im TecDax legten die Aktien von GPC Biotech um 4,3 Prozent, nachdem das defizitäre Biotechunternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz mehr als verdoppelte.
Größer Gewinner waren die Aktien Aixtron mit einem Plus von zehn Prozent. Des Chip-Anlagenbauer hat dank kräftig angezogener Bestellungen 2006 den Sprung in die Gewinnzone geschafft und damit Analystenschätzungen übertroffen.
Belastend für die Stimmung am Markt könnte sich die gestern vom Kabinett beschlossene Reform der Unternehmenssteuer auswirken. Denn die vom Bundeskabinett beschlossene Reform stößt bei Wirtschaftsverbänden auf erhebliche Vorbehalte. Die Gefahr sei groß, dass die Reform sich negativ auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen auswirkt, sagte der Präsident des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht nach Angaben seines Präsidenten Ludwig Georg Braun "in gravierenden Punkten immer noch dringend Nachbesserungsbedarf".
itz/mm.de/dpa/ddp