Börse Dax startet mit herben Verlusten
Frankfurt am Main - Unter dem Druck der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise sind die deutschen Aktienindizes am Montag erneut mit deutlichen Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Dax fiel in der ersten Handelsstunde um 2,94 Prozent auf 3731 Zähler und notierte zeitweise bei mehr als drei Prozent im Minus.
Frankfurter Börse: Sorge um Finanztitel
Foto: DDPIn der Vorwoche war er auf dem tiefsten Stand seit August 2004 aus dem Handel gegangen. Nun sei der Weg aus charttechnischer Sicht nach unten weiter offen, sagten Händler. Der MDax verlor 3,07 Prozent auf 4466 Punkte und der TecDax sank um 3,70 Prozent auf 428 Punkte.
Allianz-Aktien sackten mit minus 5,09 Prozent auf 50,90 Euro ans Dax-Ende. Der schwer angeschlagene US-Versicherungskonzern AIG steht Kreisen zufolge vor einer neuen Finanzspritze der US-Regierung von 30 Milliarden Dollar. Infineon gewannen an der Dax-Spitze 3,16 Prozent auf 0,490 Euro.
Beobachter rechneten vor allem bei Banken- und Finanzwerten weiter mit Verlusten. Sie verwiesen auf Aussagen von Commerzbank-Chef Martin Blessing, nach denen die Bank weitere Kapitalhilfen des Bundes nicht ausschließe. Die Commerzbank gehörte daher mit einem anfänglichen Minus von 4,3 Prozent am Montagmorgen zu den großen Verlierern.
An der New Yorker Wall Street hatten die großen US-Indizes die vergangene Woche mit neuen Tiefstständen beendet. Schlechte Unternehmensnachrichten, schwache Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt und die ausgeweitete Teilverstaatlichung der Citigroup hatten die Kurse auf Talfahrt geschickt. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,7 Prozent auf 7063 Punkte und erreichte damit den Stand, den er zuletzt im Mai 1997 hatte. Der technologielastige Nasdaq Composite sank um ein Prozent auf 1378 Zähler.
Der Euro wurde am Morgen wieder leichter zu 1,2597 Dollar gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Freitag einen Referenzkurs von 1,2644 Dollar festgelegt hatte. Berichte über eine abermalige Rettungsaktion für den taumelnden US-Versicherungskonzern AIG sowie das am Wochenende ausgebliebene Hilfspaket der EU für die osteuropäischen Mitgliedstaaten hätten den Euro unter Druck gebracht, hieß es im Handel.