Börse Dax tendiert uneinheitlich
Frankfurt am Main - Zu den Gewinnern unter den Dax-Werten zählten SAP, die mehr als zwei Prozent stiegen und bei 695 Euro ein neues Allzeithoch markierten, sowie Mannesmann mit einem Plus von 2,6 Prozent. Der Neue Markt schloss sich gegen den Dax-Trend den Vorgaben aus den USA an und gewann ein Prozent, womit er bei 4702 Punkten lag.
Der Dow-Jones-Index beendete den Handel um 49,64 Punkte höher mit einem Rekordschluss bei 11.572,20 Zählern. Der Nasdaq erzielte mit einem Plus von 166,97 Punkten den höchsten jemals erreichten absoluten Punkte-Zuwachs eines Tages und schloss bei 4.049,59 Zählern. Nach Bekanntwerden der Fusion zwischen Time Warner und AOL waren die Kurse der Konzerne in die Höhe geschossen. Doch Time Warner konnte die Gewinne von über 60 Prozent nicht behaupten und schloss bei 92,25 Dollar ( plus 27,5 Punkte oder 42,47 Prozent). AOL dagegen ging sogar mit einem Minus aus dem Handel. Der Online Gigant verlor 1,53 Prozent oder 1,125 Zähler und beendete den Tag bei 72,625 Dollar.
Die Vorlage der Wall Street nahm die japanische Börse auf: Der Nikkei schloss um 657,51 Punkte oder 3,6 Prozent fester bei 18.850,92 Zählern. Besonders der Nasdaq habe auf den Tokioter Aktienmarkt abgefärbt, sagten Händler.
Von besonderem Interesse dürfte die Reaktion der Anleger auf die Präsentation der deutschen Autokonzerne in Detroit sein. Die großen deutschen Autokonzerne demonstrierten auf der Internationalen Auto Show Stärke. Mercedes-Benz und Volkswagen meldeten am Montag stark gestiegene Absatzzahlen und verwiesen auf die große Bedeutung des US-Marktes. Verhaltener meldete sich der BMW-Konzern zu Wort: Vor allem wegen der Absatzprobleme bei seiner britischen Tochter Rover 1999 verkaufte er global nur so viel Autos wie im Vorjahr.
Mit Spannung dürften die Börsianer außerdem auf die Bankaktien blicken. In den vergangenen Tagen hatten sich die Meldungen verdichtet, dass sich die HypoVereinsbank und die Dresdner Bank zusammenschließen könnten.
Der Euro hat im frühen europäischen Handel einen leichten Kursanstieg verzeichnet. Für einen Euro bezahlten Händler 1,0287 US-Dollar. Damit notierte der Dollar bei einem Preis von 1,9014 Mark. Die EZB hatte den Referenzkurs des Euro am Montag auf 1,0229 Dollar gesetzt.
Der Euro erhielt nach Händlerangaben Rückendeckung von EZB-Chefvolkswirt Ottmar Issing. Dieser hatte erklärt, dass bis mindestens zum Frühjahr Inflationsgefahren für den Euroraum bestehen.
Der US-Dollar erholte sich im Tokioter Handel mit 105,44 Yen. Am Montagmorgen lag der Dollar-Kurs bei 104,84 Yen. Die europäische Währung präsentierte sich gegenüber dem Yen ebenfalls fester. Gegen 8.30 Uhr bezahlten Händler 108,47 Yen für einen Euro, während die europäische Währung am Vortag den Besitzer noch für 107,74 Yen wechselte.
Gegenüber anderen wichtigen europäischen Währungen zeigte sich der Euro beinahe unverändert. Ein Euro wurde für 0,6278 (0,6274) britische Pfund und 1,6098 (1,6094) Schweizer Franken gehandelt.