Börse Dax trotzt Telekom-Verlusten
Frankfurt am Main - Abgesehen von Telekom-Aktien habe es lediglich geringe Umsätze im Dax gegeben, sagte ein Händler. Der Markt sei vor allem mit der Neugewichtung der einzelnen Werte beschäftigt gewesen. Bei den erstmals notierten Werten Infineon und e.on habe der Verlauf seinen Erwartungen entsprochen.
Die deutlichsten Verluste verzeichneten die Aktien der Deutschen Telekom. Händler sagten, viele Anleger hätten ihre Aktien der so genannten dritten Tranche bereits am ersten Tag wieder verkauft und den Kurs damit um 3,32 Prozent auf 65,80 Euro gedrückt. T-Aktien lagen somit unter ihrem Ausgabekurs von 66,50.
Als zweitstärkster Verlierer schlossen Dresdner Bank mit einem Abschlag von 3,18 Prozent auf 44,70 Euro. Aktien der Commerzbank legten dagegen um 2,74 Prozent auf 40,75 Euro zu, nachdem beide Banken am Morgen Gespräche über eine Zusammenarbeit bestätigt hatten. Bei der Dresdner Bank fragten sich die Anleger, ob eine Fusion Sinn mache; bei der Commerzbank bewerteten sie die Aktivitäten des Vorstands hingegen positiv, hieß es auf dem Parkett.
Die Aktien der aus VEBA und VIAG fusionierten e.on-AG kletterten bis auf 57,40 Euro, nachdem die Aktie am Morgen mit 55,95 Euro in den Handel gegangen war. Neu in den Dax aufgenommen wurde die Siemens-Tochter Infineon. Der Hersteller von Computerprozessoren fiel um 0,36 Prozent auf 83,30 Euro.
Nach den Verlusten am Freitag waren Chemietitel besonders gefragt. BASF legten um 5,84 Prozent auf 41,70 Euro zu, und Schering-Aktien schlossen mit einem Plus von 5,36 Prozent auf 58 Euro. Bei den Pharmawerten legten Degussa Hüls um 4,92 Prozent auf 32 Euro zu, Bayer verteuerten sich um 1,06 Prozent auf 39,89 Euro. Als Tagesgewinner stiegen Linde um 5,85 Prozent auf 43,40 Euro.
Während die Börse in London auf ihrem Tagestief schloss, zeigten sich französische Werte freundlich. Die europäischen Standardwerte im EuroStoxx 50 gaben um 0,18 Prozent auf 5271,82 Zähler nach. Der Dow Jones verbesserte sich in New York zuletzt um 0,75 Prozent auf 10.527,44 Zähler. Der technologielastige Nasdaq legte um 1,91 Prozent auf 3934,44 Punkte zu.
Der Rentenmarkt stand unter Druck. Die Umlaufrendite sank um 0,39 Prozent auf 5,12 (5,14) Prozent. Der Rex gab um 0,16 Prozent oder 0,18 Punkte auf 110,67 Zähler ab. Der Euro-Bund-Future konnte sich mit einem Minus von 0,05 Prozent oder 0,05 Zähler auf 106,13 Punkte knapp behaupten.
Der Kurs des Euro zum Dollar ist am Montag auf dem Devisenmarkt gefallen. Ein Euro kostete am Abend 0,95900 Dollar nach 0,96520 am Freitag. Daraus ergibt sich für den Dollar in Kurs von 2,0394 Mark (2,0269).