Börse Dax und Nemax geben nach
Frankfurt am Main - Der Dax büßte 1,81 Prozent auf 7006 Punkte ein. Der Mdax lag um 0,42 Prozent leichter bei 4883 Zählern. Am Neuen Markt verloren die im Nemax 50 zusammengefassten Wachstumswerte 1,98 Prozent auf 5982,35 Punkte.
Mit den Aktien von Bayer, E.ON und der Deutschen Bank konnten nur drei Dax-Werte mit Gewinnen schließen. Bayer kletterten um 0,5 Prozent auf 44,55 Euro. E.ON schoben sich mit 56,02 Euro knapp um 0,04 Prozent ins Plus. Nach den gescheiterten Gesprächen mit dem US-Investmenthaus JP Morgan und der inzwischen bestätigten Übernahme der Amerikaner durch Chase Manhattan hat sich die Aktie der Deutschen Bank volatil präsentiert. Nachdem der Titel im Tagesverlauf bis zu einem Prozent im plus lag, fiel die Aktie zuletzt um 0,3 Prozent auf 94,80 Euro.
Die Aktie der Deutschen Telekom hielt sich im Tagesverlauf lange im Plus, nachdem ein Börsengang der Deutschen Telekom-Tochter T-Mobil in den USA von einem Sprechers der Telekom in Aussicht gestellt wurde. Die Aktien fielen jedoch im späten Handel knapp in die Verlustzone. Sie schlossen bei 42,31 Euro, um 0,24 Prozent leichter.
Die Aktien von Epcos, Infineon und SAP haben am Mittwochnachmittag nach der Gewinnwarnung des US-Halbleiterkonzerns SCI Systems deutliche Kurseinbußen verbucht. Epcos-Aktien verbilligten sich um 4,6 Prozent auf 103,50 Euro, und Infineon-Titel notierten mit 64 Euro um 4,7 Prozent leichter. SAP standen ebenfalls auf den Verkaufslisten und rutschten um 3,2 Prozent auf 272 Euro. Sie konnten von dem fulminanten Börsenstart von dem Systemhaus SAP SI nicht profitieren.
Neuer Markt: Erneut im Minus
Der Handel am Neuen Markt hat am Mittwoch seine schwache Tendenz fortgesetzt und erneut im Minus geschlossen. Die hohen Verluste in den vergangenen Tagen an der US-Technologiebörse hätten sich belastend auf den Handel ausgewirkt, sagte Händler Renée Parmantier von der Gontard & Metallbank. Die kleinen Eröffnungsgewinne im Mittwochs-Handel hätten die Anleger nicht überzeugt.
Als Grund für die Verluste am Neuen Markt führte ein Frankfurter Händler auch Infomatec an. Die Betreuerbanken hatten sich von Infomatec nach fehlerhaften Unternehmensmeldungen abgewendet. Jetzt sucht der Hersteller von Set-Top-Boxen nach neuen Sponsoren, da sonst der Ausschluss aus dem Neuen Markt droht. "Wenn ein Unternehmen aus dem Segment raus muss, schadet das dem Gesamt-Image", sagte der Händler. Indes hielt die Talfahrt der Infomatec-Aktie an: Das Papier fiel 5,3 Prozent auf 3,40 Euro.
Europa: Leichter
Die 50 führenden Standardwerte der Eurozone haben den Mittwochshandel leichter beendet. Der in Paris ermittelte Eurostoxx 50 verlor bis zum Börsenschluss 1,32% auf 5153,20 Punkte. Händler begründeten die Verluste zum Teil mit der schwachen Eröffnung der New Yorker Börsen.
Wall Street: Uneinheitlich
Bei einem recht volatilen Handelsverlauf zeigt sich die Wall Street am Mittwochmittag uneinheitlich. Gegen 13.33 Uhr Ortszeit verliert der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 0,6 Prozent oder 64,37 Punkte auf 11.168,86. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßt 0,1 Prozent oder 0,84 Punkte auf 1481,15 ein. Der technologielastige Nasdaq-Index steigt dagegn um 0,3 Prozent oder 11,75 Zähler auf 3861,26. Nach einer höheren Eröffnung rutschte der New Yorker Aktienmarkt mit Kursverlusten besonders bei Technologiewerten ins Minus, konnte sich dann zwischenzeitlich erholen, tendiert jedoch zur Mittagszeit erneut schwächer.
Devisen: Schwacher Euro schürte Inflationsängste
Nach Kursturbulenzen der Vortage hat sich der Euro-Kurs am Mittwoch gefestigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8654 (Dienstag: 0,8614) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,2600 (2,2705) DM. Händler begründeten den festen Euro mit den deutschen Einzelhandelszahlen.
Einige Marktbeobachter glauben nicht, dass die relative Stärke anhält. Sie hielten einen erneuten Abwärtsrutsch des Euro auf 85 oder 82 Cent für möglich. Einem derart niedrigen Euro könnten laut Händler bald wieder Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank nach sich ziehen.
Die Schlussnotierung für Gold betrug am Mittwoch in London 272,40 Dollar pro Feinunze.