Börse: Dax verliert 74,38 Punkte - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Dax verliert 74,38 Punkte

Nach einer Berg- und Talfahrt im Verlauf des Handels hat der Dax letztendlich wieder ins Minus gedreht. Das deutsche Börsenbarometer konnte sich nicht gegen den Trend der Wall Street behaupten und schloss mit einem Verlust von 1,04 Prozent bei 7051,75 Zählern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - An der Frankfurter Börse waren die Aktien der Münchener Rück Spitzenreiter im Dax. Sie schossen um 3,19 Prozent auf 281,50 Euro nach oben. Einen bestimmten Grund für diesen Kurssprung nannten die Börsianer nicht. Wahrscheinlich sei ein sehr umfangreicher Kaufauftrag eingegangen. BMW belegten mit einem Anstieg um 2,43 Prozent auf 24,84 Euro den zweiten Platz. Auch SAP legten auf 850,10 Euro zu.

Die drei größten Verlierer im Aktienindex waren Adidas-Salomon mit einem Minus von 5,36 Prozent, Metro mit minus 4,95 Prozent und Deutsche Telekom mit 4,77 Prozent.

Der Nemax-50 bröckelte um 2,1 Prozent oder 133,16 Zähler auf 6308,39 Punkte ab. Der M-Dax verlor nur 0,25 Prozent auf 4207,82 Punkte.

Knapp behauptet tendieren die Renten-Futures am Freitagnachmittag. Der Bund-Future verlor acht Basispunkte auf 102,34 Prozent. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen stieg auf 5,43 (Vortag 5,35) Prozent. Der Rex gab 0,38 Prozent oder 0,4203 Punkt auf 109,2799 Zähler ab.

Der Euro hat am Freitag seine Talfahrt fortgesetzt. Mit 0,9740 Dollar erreichte die Gemeinschaftswährung ihr bisher niedrigstes Niveau. Erstmals seit zehneinhalb Jahren kostet somit ein Dollar wieder mehr als zwei Mark. Die EZB legte am Nachmittag den Referenzkurs mit 0,9848 Dollar so niedrig wie noch nie zuvor fest, ehe der Euro seine Talfahrt im US-Handel wieder aufnahm.

Die Weltleitbörse in New York eröffnete mit einem Minus im Dow-Jones-Index von 0,2 Prozent oder 20,32 Punkten auf 11.007,70 Zähler.

Die Konjunkturdaten in den USA fielen Experten zufolge überraschend positiv aus: das BIP-Wachstum für das vierte Quartal 1999 wurde von 4,5 Prozent auf 4,6 Prozent heraufkorrigiert. Deshalb verstärkten sich die Sorgen, die US-Wirtschaft könnte überhitzen. Das Risiko einer Leitzinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte ist nach Händlerangaben damit angestiegen, was wiederum den Aktienmarkt belaste.