Börse Dax verliert mehr als hundert Punkte
Frankfurt am Main - Eine Stunde nach Handelsbeginn standen im Dax 26 Verlierern nur 4 Gewinner gegenüber. Die T-Aktie, am Donnerstag noch mit 7,7 Prozent Plus Spitzenreiter im Dax, büßte fast 4 Prozent ein und nahm einen der hintersten Plätze im Index ein. Verantwortlich für die Abschläge seien Gewinnmitnahmen kurzfristig orientierter Anleger, so ein Händler.
SAP waren das Schlusslicht im Blue-Chip-Index. Zur Begründung hieß es, die Telefonkonferenz vom Vortag sei "nicht so toll" gewesen. Das Unternehmen habe sich nicht besonders gut präsentiert, auch neue Erkenntnisse habe es nicht gegeben. SAP fielen um rund 6 Prozent auf 549 Euro.
Ähnlich wie in New York waren auch in Frankfurt die Finanztitel schwach. Deutsche Bank verloren 3,6 Prozent, Dresdner gaben 2,6 Prozent ab. Allianz hielten sich mit einem geringen Verlust von rund 0,5 Prozent vergleichsweise gut. Vor Beginn der der Commerzbank-Hauptversammlung verbilligte sich die Aktie um 2,6 Prozent.
Stärkere Abgaben sehen Händler auch bei den Technologietiteln Siemens und Epcos. Siemens fielen um 2,5 Prozent und Epcos um rund 3 Prozent.
Der Nemax-50 ging um 3,69 Prozent zurück. Verlierer am Morgen waren Mosaic Software (minus 17,45 Prozent), Conzept (minus 12,48 Prozent) und Direkt Anlage Bank mit einem Abschlag von 10,38 Prozent. In der Spitzengruppe fanden sich größtenteils die Gewinner des Vortages wieder. H5B5 Media verteuerten sich um 11,64 Prozent, Tiscon 6,60 Prozent und Musicmusicmusic legten um 5,42 Prozent zu. Börsenneuling Tele Atlas wurde zum Ausgabepreis von 19 Euro gehandelt.
Der New Yorker Aktienmarkt hatte am Donnerstag nach einem freundlichen Start ins Minus gedreht und unter seinen Vortagesständen geschlossen. Der Blue-Chip-Index Dow Jones büßte 211,43 Zähler oder 2,01 Prozent auf 10.323,92 Punkte ein, und der Nasdaq verlor 64,58 Zähler oder 1,97 Prozent auf 3206,03 Punkte.
Der Euro legte kräftig zu. Er wurde mit 0,9171 Dollar gehandelt. "Der Euro hielt sich stabil gegenüber den anderen wichtigen Währungen, weil immer mehr Anleger glauben, dass der Devisenkurs erst einmal seinen Boden gefunden hat", sagte ein Händler aus Tokio. Die US-Währung war am Morgen 2,1326 Mark wert. Die EZB hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 0,8981 Dollar festgelegt.