Börse Dax wächst, Nemax verliert
Frankfurt am Main - Der Dax stieg um 0,67 Prozent auf 7027 Zähler an, wofür Händler positive Vorgaben der New Yorker Aktienbörse verantwortlich machten. Der Nemax verlor 1,1 Prozent auf 5611 Punkte und der Nemax50 ein Prozent auf 6177,80 Zähler. Der M-Dax ging mit einem Abschlag von 0,30 Prozent bei 4513,80 Euro aus der Sitzung.
Händler beschrieben die Umsätze als sehr niedrig und die Kurse als schwankend. "Es ist ein Schritt vor, ein halber zurück, zwei nach vorne und einer zurück", sagte Florian Weber vom Düsseldorfer Börsenmakler Schnigge. Wegen der beginnenden Ferienzeit werde das wohl auch mindestens ein bis zwei Monate so bleiben. Viele Kursbewegungen kämen eher zufällig zu Stande. DaimlerChrysler gaben nach der Bekanntgabe einer Kapitalbeteiligung beim südkoreanischen Autohersteller Hyundai Motor leicht nach. Mit 2,3 Prozent im Plus lagen dagegen SAP bei 213,00 Euro. Die Aktien erscheinen nach dem Splitt optisch billiger, was den Titel attraktiver mache, sagten Händler.
Auf der Gewinnerseite verzeichneten unter anderem noch Commerzbank (plus 2,8 Prozent auf 38,75 Euro) nennenswerte Umsätze. Händler nannten Übernahmespekulationen um das Kreditinstitut als Begründung. Der Kurs des Schwergewichts Deutsche Telekom wird Händlern zufolge bei Kursen nahe 63,50 Euro von den Konsortialbanken gestützt. Zu 63,50 Euro hatten die meisten Privatanleger die neuen Aktien bekommen. Bei hohen Umsätzen legte die Aktie gegenüber dem Vortagesschluss marginal um 0,06 Prozent auf 63,54 Euro zu.
Neuer Markt: Amazon-Kursrutsch hinterläßt Spuren
Ricardo gaben knapp fünf Prozent ab, was Händler unter anderem mit den deutlichen Abschlägen beim Internet-Buchhändler Amazon.com begründeten. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte Zweifel an der Kreditwürdigkeit von Amazon geäußert. Zum zwölfprozentigen Abschlag bei Brokat führte Börsianern zufolge ein skeptischer Kommentar eines Analysten, der den Wert in einem Anlegermagazin als sehr hoch bewertet bezeichnet habe.
Bei dem allgemein impulsarmen Geschäft wirkten sich solche negativen Faktoren überproportional auf den Kurs aus, hieß es. Schwach tendierten auch Werte der Biotechnologie; der entsprechende Branchenindex gab über drei Prozent ab. GPC Biotech büßten zehn Prozent und Evotec ein Prozent ein. Auch diese Branche werde von vielen Investoren momentan als hoch bewertet angesehen, sagten Händler. Auf die Empfehlung von Kurt Ochner, Bank Julius Bär, in der Telefonaktion der n-tv-Telebörse vom Freitag führten Händler die Kursgewinne bei EM.TV zurück. Ochner hatte geraten, den Wert aufzustocken. EM.TV kletterten um 10,22 Prozent oder 6,15 auf 66,30 Euro.
Euro-Börsen: Uneinheitlich
Die führenden Aktien an der Londoner Börse sind mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der FTSE 100-Index stieg um 13,7 Punkte auf 6405 Zähler. Dabei blieb das britische Börsenbarometer deutlich hinter seinem Tageshoch von 6447 Punkten zurück. Händler begründeten die Londoner Zugewinne mit dem positiven Einfluss der New Yorker Börsen Wall Street und Nasdaq. Im Vorfeld der Zinsentscheidung am kommenden Mittwoch habe das niedrige Kursniveau in Übersee zahlreiche Käufer angezogen. Trotz der Kursgewinne in London und Paris schlossen die im EuroStoxx 50 vereinten europäischen Standardwerte um ein zehntel Prozent leichter bei 5235 Zählern.
New York:
Der Dow Jones kletterte zum Zeitpunkt des Handelsschlusses in Frankfurt um gut 1,1 Prozent auf 10.524 Zähler; er wurde gestützt von einer Reihe positiv aufgenommener Unternehmens-Nachrichten. Die Wachstumswerte an der Nadsdaq legten um 0,5 Prozent auf 3864 Zähler zu. In den USA rechnen Analysten überwiegend damit, dass die Fed die Zinsen unverändert belässt. Analysten in den USA wollten indes nicht ausschließen, dass die Fed bei ihrem Treffen im August Zinsen anheben könnte, wenn die Konjunkturdaten einen solchen Schritt signalisierten.
Devisen: Euro erholt sich leicht
Der Euro wurde im Devisenhandel zuletzt bei 0,9393 Dollar gehandelt, nachdem er am Vormittag kurzfristig unter die Marke von 0,93 Dollar gefallen war. Damit war die US-Währung 2,0822 Mark wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 0,9327 (0,9413) US-Dollar festgesetzt.
Edelmetalle:
Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 284,05 Dollar gefixt, nach einem Londoner Vormittagsfixing von 282,95 Dollar.