Börse: Deutsche Bank unter Druck - DER SPIEGEL
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Börse Deutsche Bank unter Druck

Trotz einer freundlichen Wall Street ging die Talfahrt des Dax am frühen Abend weiter. Auch am Neuen Markt ging es abwärts.
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Frankfurt am Main - Der Dax verlor bis zum Abend ein Prozent. Der Nemax-50 gab um über ein Prozent nach.

Die Wall Street eröffnete uneinheitlich: Der Dow Jones lag zunächst im Minus, fing sich dann aber und tendierte fester. Der Nasdaq-Composite-Index stieg um mehr als ein Prozent.

Im Dax waren besonders die Technologietitel betroffen. Siemens fielen um knapp ein Prozent, SAP sogar um fast drei Prozent. Infineon gaben um knapp ein Prozent nach. Telekom hielten sich nach Vortagesverlusten von über vier Prozent bei einem Plus von knapp einem halben Prozent.

Deutsche Bank mussten zum Abend einen Kursrutsch von rund viereinhalb Prozent hinnehmen. Händler führten die Entwicklung direkt auf neu aufkeimende Übernahmegerüchte zurück. Laut Spekulationen aus der Londoner City wird JP Morgan am Abend oder spätestens am Mittwoch den Kauf durch die Deutsche Bank bekannt geben. Auch Dresdner Bank fielen um über zweieinhalb Prozent. Kursierende Spekulationen um die US-Expansion der Dresdner konnten den Kurs damit nicht stützen. Münchener Rück gaben weiter nach, während sich Allianz stabilisierten. Die BMW-Aktie kletterte um gut eineinhalb Prozent, nachdem die Münchner am Montag gute Absatzzahlen vorgelegt hatten.

Am Neuen Markt gaben die Kurse erneut deutlich nach. Infomatec blieben mit rund elf Prozent im Minus. Am Montag waren beide Beraterbanken abgesprungen, dem Unternehmen droht der Ausschluss vom Neuen Markt. Gewinner waren QS Communications mit einem Plus von gut fünfeinhalb Prozent, nachdem sie eine Kooperation mit dem US-Unternehmen Level3 bekannt gegeben hatten.

Der Euro notierte leicht stabilisiert bei Kursen um 0,861 Dollar.