Börse: Deutsche Telekom auf Höhenflug - DER SPIEGEL
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Börse Deutsche Telekom auf Höhenflug

Nach einer Hausse der Deutschen Telekom ist der deutsche Aktienmarkt am Montag mit einem kräftigen Plus aus dem Handel gegangen. Aktien der so genannten "Old Economy" haben überwiegend an Wert verloren.
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Frankfurt am Main - Der Dax hat am Montag die psychologisch wichtige Marke von 7400 Punkten überschritten und schloss mit 7445 Zählern 1,37 Prozent im Plus. Die Wachstumswerte im Nemax-50 stiegen um vier Prozent auf 6443 Zähler. Der M-Dax kletterte um 0,73 Prozent auf 4917 Punkte.

Schwergewichte ziehen Dax nach oben

Händler bezeichneten das Handelsgeschehen wegen fehlender Vorgaben aus den USA als ruhing, der Grundton sei jedoch wie schon in der Vorwoche positiv. In den USA ist die Börse am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

"Die Stärke bei der Telekom sorgt für eine Marktlast nach oben", sagte ein Händler. In den kommenden Tagen dürfte sich der Markt getrieben durch eine gute Nachfrage bei Technologiewerten weiterhin freundlich präsentieren, fügte er hinzu.

Telekom nähert sich der 50 Euro-Marke

Im Blickpunkt des Interesses stand die Aktie der Deutschen Telekom. Der Titel schloss 6,08 Prozent fester auf 49,01 Euro. Analyst Hans-Peter Kuhlmann von der Baden-Württembergischen Bank führte das Plus im Papier auf eine technische Reaktion zurück.

"Die T-Aktie hat in den vergangenen Wochen stark gelitten", erklärte Kuhlmann. Investoren hätten auf die hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen für den Mobilfunk der dritten Generation und die geplanten Übernahmen der US-Mobilfunkunternehmen VoiceStream und PowerTel mit Verkäufen reagiert.

Preussag deutlich im Plus

"Der Mischkonzern Preussag stand nach dem Kauf des britischen Touristikunternehmens Thomson Travel lange Zeit unter Druck", erklärte ein Marktteilnehmer. "Mehrere Investmenthäuser haben nun die Aktie zum Kauf empfohlen."

Der Titel habe die wichtige Marke von 38 Euro durchbrochen, der Weg nach oben sei nun frei. Die Aktie kletterte um 2,47 Prozent auf 38,55 Euro.

DaimlerChrysler gewann 0,90 Prozent auf 58,45 Euro. BMW schlossen knapp zwei Prozent höher auf 37 Euro. Der Automobilbauer hatte am Wochenende bekannt gegeben, im August seinen Absatz in den USA um 17,5 Prozent gesteigert zu haben.

Commerzbank weiter im Abwärtstrend

Commerzbank-Titel setzten ihre Talfahrt vom Freitag fort. Das Papier verbilligte sich um 2,98 Prozent auf 34,15 Euro. Die Übernahmefantasien seien nun nach dem erweiterten Einstieg der italienischen Generali und der spanischen Banco Santander Central Hispano (BSCH) bei der Commerzbank vorbei, erklärten Händler.

Der hohe Aktienkurs wäre nicht mehr gerechtfertigt. Die Analysten des Bankhauses Metzler haben die Aktien der Commerzbank von "Halten" auf "Verkauf" herabgestuft.

Lufthansa hat am Montag mit 3,83 Prozent auf 23,87 Euro im Minus geschlossen und war damit schlechtester Titel im Dax. Ein Analyst von JP Morgan zeigte sich auf Anfrage ratlos über die Entwicklung. Pia-Christina Schulze, Analystin bei Merck Finck, spekulierte, mölicherweise schreibe eine bedeutende Bank derzeit an einer negativen Studie. Vielleicht stehe auch eine große Verkaufsorder ins Haus.

Technologietitel wieder gefragt

Siemens stiegen um 1,99 Prozent auf 189,20 Euro. Die Siemens-Halbleitertochter Infineon verteuerte sich um 0,59 Prozent auf 75 Euro. Der Hersteller für passive Bauelemente Epcos schloss 0,52 Prozent fester auf 116,80 Euro. Der Software-Hersteller SAP gewann 4,22 Prozent auf 241,80 Euro.

Euro stabilisiert sich wieder

Der Euro wurde knapp unter der Marke von 90 Cent gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9000 Dollar fest. Damit kostete der Dollar 2,1731 Mark.

Der Rentenmarkt bewegte sich kaum. Der Bund-Future gab um 0,1 Prozent auf 105,61 Punkte nach. Der REX lag unverändert bei 110,01 Punkten. Die Umlaufrendite wurde von der Deutschen Bundesbank am Mittag mit 5,25 (Freitag: 5,34) Prozent festgestellt.

EuroStoxx mit leichten Gewinnen

Der EuroStoxx 50 legte um 1,7 Prozent auf 5390 Punkte zu. Die Standardwerte in London tendierten gut behauptet. Gegen den europäischen Trend verlor Zürich einen halben Prozentpunkt. Die US-Börse blieb wegen des Labor Day am Montag geschlossen. Das Geschäft verlaufe daher sehr ruhig, hieß es auf dem Parkett.