Börse Deutsche und Dresdner Bank müssen Federn lassen
Frankfurt am Main - Zum Auftakt der Börse mussten 22 Dax-Titel Abschläge hinnehmen, während nur 8 Werte zu den Gewinnern gehörten. Die Spitze des Börsenbarometers übernahmen Epcos und die Deutsche Telekom, die sich jeweils um mehr als 5 Prozent verteuerten. SAP belegten den dritten Platz mit einem Zuwachs von rund 3,5 Prozent.
Viag rutschten dagegen nach der Bekanntgabe ihrer Geschäftszahlen für 1999 um 1,90 Prozent oder 39 Cent auf 20,11 Euro. Bei dem Versorgungskonzern war das Ergebnis vor Steuern 1999 von 3,1 Milliarden Mark auf 2,6 Milliarden Mark zurückgegangen.
Größter Verlierer im Dax war die Aktie der Dresdner Bank, die 4,5 Prozent auf 46,75 Euro abgab. Deutsche Bank büßten 3 Prozent auf 77,61 Euro ein. Die Bank wollte am Vormittag bei einer Pressekonferenz und anschließend bei der Analystenkonferenz Aufschluss über ihr weiteres Vorgehen geben. Die Aktien der Allianz, die am Vortag noch deutliche 14 Prozent verloren hatten, erholten sich um gut 2 Prozent auf fast 388 Euro.
Bei den gescheiterten Fusionsbanken und der Allianz gebe es einfach eine "Gegenbewegung" zum Vortag, sagte ein Händler. Für den Tag rechne er bei dem Standardwerte-Index nicht mit größeren Bewegungen.
Der Nemax-50 für den Neuen Markt legte kräftige 194,70 Punkte oder 3,08 Prozent auf 6507,97 Punkte zu. Pixelpark legten fast 6 Prozent oder 7 Euro auf 108,50 Euro zu. Die Multimedia-Agentur hatte vor Handelsbeginn gemeldet, dass die Fusion mit zwei schwedischen Unternehmen in letzter Minute gescheitert sei. Am Vortag war Pixelpark um 10,50 Euro gefallen.
Der Euro hat seine leichten Vortagesgewinne am Morgen bereits wieder abgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 0,9619 Dollar. Dies entsprach einem Dollarkurs von 2,0333 Mark. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 0,9673 Dollar festgelegt.