Börse: Die Börsianer sehen schwarz - DER SPIEGEL
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Börse Die Börsianer sehen schwarz

Schlechte Vorgaben aus den USA und Japan belasten die deutschen Börsen. Vor allem die Tech-Titel stehen unter Druck.
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Frankfurt am Main - Die deutschen Aktienwerte werden nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag den negativen Vorgaben der Wall Street folgen und schwächer in die Sitzung starten. Vor allem die Technologiewerte würden voraussichtlich stark unter Druck geraten, nachdem die US-Technologiebörse Nasdaq am Mittwoch von Gewinnwarnungen und Herabstufungen belastet auf einem 18-Monats-Tief geschlossen hatte, hieß es.

Die Citibank berechnete den Dax gegen 08.25 Uhr mit 6242 Punkten, nach einem Schluss von 6248,76 Zählern am Mittwoch. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6210 Punkten.

Die Grundstimmung am Markt ist Händlern zufolge schlecht. Da es an eigenen Impulsen fehle, werde sich der Markt wie bereits in den vergangenen Tagen eng an den Vorgaben der US-Aktienmärkte orientieren. Somit könne trotz der starken Verluste am Mittwoch nicht mit einer technischen Erholung gerechnet werden.

Die Furcht vor einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den USA sowie neue Gewinnwarnungen von Unternehmen hatten die US-Aktienmärkte am Mittwoch stark belastet. Der Dow-Jones-Index verlor 2,51 Prozent auf 10.318,93 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Index büßte 7,12 Prozent ein und notierte auf einem 18-Monate-Tief bei 2332,77 Punkten.

Der Aktienmarkt in Tokio hat im Sog der Nasdaq seine Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt. Analysten zufolge sind die Händler aber auch besorgt, dass die Abwärtsbewegung des Aktienmarktes die Aussichten der Wirtschaft überschatten und somit einen möglichen Aufschwung belasten könne.

Der 225 Werte umfassende Nikkei Index schloss 3,53 Prozent niedriger bei 13.423,21 Zählern. Die Hongkonger Börse hat ebenfalls schwach tendiert. Der Hang Seng Index tendierte gegen 08.25 Uhr 2,45 Prozent im Minus bei 14.564,70 Stellen.

Die Investoren fürchteten nach der Gewinnwarnung des US-Telekomkonzerns AT&T und der Herabstufungen der US-Unternehmen IBM sowie Cisco weitere schlechte Nachrichten aus den USA, sagten Händler.

Von der Unternehmensseite gibt es Börsianern zufolge kaum kursrelevante Nachrichten. Die Aufmerksamkeit der Anleger werde sich voraussichtlich auf die Werte der Siemens-Familie und SAP sowie Deutsche Telekom konzentrieren, die von den Nachrichten aus den USA besonders stark unter Druck gesetzt werden dürften.

Der Euro-Bund-Future lag nach Handelseröffnung mit 16 Zählern im Plus bei gut 108 Punkten. Der Euro notierte im frühen Handel gegenüber der US-Währung mit 0,9070 Dollar leichter, nach einer Schlussnotiz von 0,9091 Dollar am Mittwoch in New York.