Börse: Dow Jones zerstört Aufwärtstrend - DER SPIEGEL
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Börse Dow Jones zerstört Aufwärtstrend

Der Dow Jones musste auf Grund der Eskalation im Nahen Osten dramatische Einbußen hinnehmen und zog auch die deutschen Indizes ins Minus.
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Frankfurt am Main - Der Dax schloss am Donnerstag mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 6465 Zählern. Die Wachstumswerte im Nemax-50 verloren 2,9 Prozent auf 4232 Punkte.

An der Wall Street brach der Dow Jones wegen der Nahostkrise und einer Gewinnwarnung der Firma Home Depot so stark ein, dass der Handel zeitweilig beschränkt werden musste. Am Nachmittag (Ortszeit) notierte der Dow auf 10.100 Punkten - ein Minus von drei Prozent. Die Nasdaq geriet ebenfalls in den Abwärtssog und verlor 1,5 Prozent auf 3122 Punkte.

Die Erholung der Dax-Technologiewerte ist am Nachmittag von der Eskalation der Gewalt in Nahost beendet worden. Besonders der abrupt gestiegene Ölpreis sorgte für Nervosität im Markt, sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Einige Investoren nutzten die gesunkenen Kurse, um sich günstig einzudecken.

Stärkster Wert war über den gesamten Handel die Aktie von KarstadtQuelle. Sie gewann 4,3 Prozent.

SAP war der zweite Dax-Gewinner: Das Papier legte 1,7 Prozent zu. Epcos notierten unverändert. Die restlichen Technologiewerte verloren, nachdem sie den Tag positiv begonnen hatten: Schwergewicht Deutsche Telekom gaben 1,7 Prozent ab, Siemens verloren 0,7 Prozent und Infineon ein halbes Prozent.

Auch die Banken- und Versicherungstitel standen unter Druck. Börsianer sprachen in diesem Zusammenhang von wieder aufkeimenden Zinsängsten. Dresdner Bank verloren 2,2 Prozent. Commerzbank gaben um 3,2 Prozent nach. Die HypoVereinsbank sackte um 1,8 Prozent. Mit einer Seitwärtstendenz von plus 0,1 Prozent rettete sich die Deutsche Bank.

Am Neuen Markt musste die Softwarefirma Allgeier Computer empfindliche Verluste hinnehmen: Das Papier verlor 55,1 Prozent, nachdem die Firma ihre Gewinnprognosen nach unten korrigiert hatte. STEAG verloren 25 Prozent.

Auf der Gewinnerseite waren Gigabell mit einem kräftigen Plus von 18 Prozent. Das Krisenunternehmen hatte angekündigt, eine Finanzspritze in Höhe von einer Million Mark von seinem finnischen Käufer Saunalathi zu bekommen. Jobs und Adverts legten 39,3 Prozent zu.

Europas Börsen: Uneinheitlich

Die Börsen in Amsterdam und Mailand schlossen angesichts der Wall-Street-Eröffnung im Minus. Die Londoner Börse reagierte weniger heftig und schloss im Plus. Der CAC-40 in Paris schloss knapp behauptet.

Euro unter 87 Cent

Zuletzt notierte der Euro bei 0,8642 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro auf 0,8648 (Mittwoch: 0,8720) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 2,2616 (2,2429) Mark.