Börse Dresdner Bank unter Druck
Frankfurt am Main - Der Dax schloss am Donnerstag mit plus 0,4 Prozent auf 7088 Punkte. Der Nemax-50 legte 0,7 Prozent auf 4687 Zähler zu. Der M-Dax beendete die Sitzung um 0,9 Prozent fester bei 5001 Punkten.
Die Börse bewege sich augenblicklich auf Konsolidierungskurs, kommentierten Händler den Börsentag in Frankfurt. Ihrer Einschätzung zufolge dürfte sich der Dax auch am Freitag auf dem derzeitigen Niveau halten.
Während ein Händler dem Börsenbarometer ein Potenzial auf bis zu 7240 Punkten einräumte, rechnet Konstantin Rerras, Fonds-Manager bei Helaba Investment, mit einem Anstieg auf bis zu 7400 Zähler bis zum Jahresende. Vorher sei jedoch ein Rückgang auf bis zu 6800 Punkte möglich, warnte er.
Epcos und Infineon gefragt
Unter den Technologie-Titeln waren die Papiere der Siemens-Familie gefragt. Das Mutterunternehmen stieg um ein Prozent auf 153,31 Euro. Die Ableger Infineon und Epcos legten um 3,9 Prozent auf 50,90 Euro beziehungsweise vier Prozent auf 92,34 Euro zu.
Größter Gewinner im Dax waren Adidas-Salomon, die auf Grund guter Zukunftsprognosen um 5,5 Prozent auf 56,50 Euro zulegten. Deutsche Bank zogen um 1,9 Prozent auf 98,01 Euro an. Die Analysten mehrer Bankhäuser hatten den Titel mit einem Kursziel von 110 Euro zum Kauf empfohlen.
Dresdner auf Talfahrt
Deutliche Verluste verbuchte die Dresdner Bank. Der Ergebnisrückgang sei zwar allgemein erwartet worden, hieß es von Händlerseite. Trotzdem zeigten sich viele Anleger enttäuscht. Das Papier verlor 1,1 Prozent auf 48,00 Euro.
Allianz stiegen um 0,7 Prozent auf 403 Euro an. Der Versicherungskonzern profitierte Branchenbeobachtern zufolge von der bevorstehenden Notierung in den USA. Bei Münchener Rück sorgten Spekulationen um eine Sonderausschüttung für Kaufinteresse, hieß es. Die Titel kletterten um 2,8 Prozent auf 377,30 Euro.
New York: Intel stützt Nasdaq-Plus
Wall Street zeigte sich kurz vor Handelschluss uneinheitlich. Der Dow Jones dreht bis gegen 22.00 Uhr MEZ leicht ins Minus und verlor um 0,9 Prozent auf 10.889 Punkte. Der Nasdaq stieg deutlich um 2,81 Prozent auf 3426 Zähler - auch dank des starken Anstieges von Intel.
Intel, die für das vierte Quartal und das kommende Jahr ein Wachstum knapp unter 20 Prozent prognostiziert hatten, notierten im späten US-Handel rund vier Prozent im Plus. Die Stimmung am Halbleitermarkt sei von optimistischen Vorhersagen für die gesamte Branche zusätzlich verbessert worden, kommentierten Experten den Kursanstieg.
Devisen: Euro nach Zinsentscheid schwächer
Der Euro konnte am Donnerstag abend seine Topstände vom Mittag bei 0,8667 US-Dollar nicht verteidigen. Gegen 21.30 Uhr kostete die Devise 0,8591 Dollar. Das Tagestief wurde im frühen europäischen Geschäft am Donnerstagmorgen bei 0,8555 Dollar notiert.
Die Europäische Zentralbank beließ auf ihrer turnusmäßigen Sitzung die Zinsen wie erwartet unverändert. Der wichtigste Leitzins verharrt damit bei 4,75 Prozent. Der Euro sollte im Bereich zwischen 0,8500 und 0,8550 Dollar eine gute Unterstützung erfahren und vielleicht bereits nächste Woche die Marke bei 0,87 Dollar überspringen können.
Edelmetalle: Gold fester
Die Feinunze Gold notierte am Abend bei 265,90 Dollar und damit 0,65 Dollar fester als am Vortag. Silber ging zur selben Zeit für 4,79 Dollar um und notierte damit um 5 US-Cents fester als zur Vortageszeit.