Börse Epcos im Sturzflug
Frankfurt am Main - Die Standardwerte schlossen den Handel bei 7037,91 Punkten um 1,1 Prozent geschwächt ab. Nachdem die Indizes an der Wall Street ins Plus drehten, konnte auch der Dax seine Verluste begrenzen. Am Neuen Markt gaben die Wachstumswerte im Nemax-50 um 3,24 Prozent auf 5586,68 Punkte nach.
Besonders Epcos-Aktien waren für den kräftigen Rutsch des Marktes verantwortlich. Sie schlossen um 9,71 Prozent schwächer bei 90,29 Euro. Der Markt werde die Neunmonatszahlen des Halbleiterlieferanten erst honorieren, wenn sich die Stimmung für die gesamte Branche bessert, sagte ein Händler. Ebenfalls schwach beendeten Aktien des Münchener Technologieriesen Siemens den Handel. Sie fielen um 4,46 Prozent auf 158,50 Euro. Infineon notierten mit 68,50 Euro um 3,51 Prozent leichter.
Der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie sank am Tag der Veröffentlichung von Halbjahreszahlen um 2,55 Prozent auf 95,50 Euro. Die Zahlen seien zwar gut ausgefallen, hätten aber "niemanden vom Hocker gerissen", so Georg Kanders von der WestLB Panmure. Zu den wenigen Werten, die gegen den Trend nachgefragt wurden, zählten die Aktien von Henkel, BMW und Preussag. Henkel schlossen mit einem Plus von 2,80 Prozent auf 68,70 Euro als Tagesgewinner.
In New York lag der Dow-Jones-Index kurz vor Schluss knapp im Minus. Der Nasdaq erholte sich von frühen Verlusten und gewann leicht hinzu.
An den Börsen in Paris und London gaben die Kurse gleichfalls deutlich nach. Der EuroStoxx-50-Index sank in Paris um 1,89 Prozent und schloss bei 4995,82 Punkten. Technologiewerte standen auch hier unter Druck. Ohne spürbaren Einfluss auf die Märkte in Europa blieb nach Händlerangabe die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Die Währungshüter ließen die Leitzinsen unverändert.
Euro rutschte auf Zehn-Wochen-Tief
Der Euro fiel im Frankfurter Devisenhandel zeitweise auf ein neues Zehn-Wochen-Tief. Zuletzt notierte er bei 0,9056 US-Dollar. Demnach kostete ein Dollar 2,1599 Mark. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 0,9028 US-Dollar festgesetzt.