Börse: "Erholung steht auf tönernen Füßen" - DER SPIEGEL
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Börse "Erholung steht auf tönernen Füßen"

Der Deutsche Aktienindex hat die Woche mit einem Plus von 75,99 Punkten bei 7522,20 Zählern beendet. Auch der Neue Markt konnte seine Vortagesgewinne ausbauen. Doch generelle Entwarnung könne noch nicht gegeben werden, so die einhellige Stimmung auf dem Parkett.
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Frankfurt am Main - "Die Erholung steht auf tönernen Füßen; wenn die US-Technologiewerte nicht mitspielen, können wir ganz schnell wieder ins Minus drehen", prognostizierte ein Broker. Das gelte insbesondere für den Neuen Markt. Zwar verabschiedete sich der Nemax-50 mit einem Zuwachs von 4,31 Prozent in das Wochenende, aber gerade Kleinanleger hätten sich am Freitag, vielfach auf Empfehlungen in den einschlägigen Anlegermagazinen und unter dem Eindruck des Rekordanstiegs am Donnerstag, im Markt engagiert. Auf institutioneller Seite würden dagegen tendenziell Verkäufe beobachtet.

Tageshighflyer am Neuen Markt war Emprise Management. Die Aktie des IT-Dienstleisters zog um 36,40 Prozent auf 178 Euro an. Freenet profitierte von den anhaltenden Spekulationen, dass die France Télécom sich über eine Tochter an dem Internet-Provider beteiligt. Der Titel gewann 23 Euro auf 122 Euro. Auch TV-Loonland setzte seine Kursrallye fort und verteuerte sich von 135 Euro auf 154,94 Euro.

Im Dax waren es neben Versicherungstiteln auch Technologiewerte, die das Börsenbarometer nach oben zogen. Damit setzte sich die Hightech-Erholung nach den herben Verlusten der letzten Wochen fort. "Die Technologiewerte waren brachial eingebrochen. Eine satte Gegenbewegung ist da völlig normal", sagte ein Börsianer. Epcos setzten sich mit 7,55 Prozent Gewinn an die Spitze des Börsenbarometers. SAP verteuerten sich um 1,36 Prozent und auch Siemens und Telekom legten weiter zu.

Münchener Rück verteuerten sich um 4,64 Prozent auf 338 Euro und Allianz um 2,41 Prozent auf 407,40 Euro. Die gescheiterten Fusionspartner, Deutsche und Dresdner Bank, bei denen die Versicherungsgesellschaft Großaktionär ist, gingen im Dax unterschiedliche Wege. Während die Deutsche Bank um 0,77 Prozent anzog, büßten Dresdner 4,74 Prozent ein und lagen damit auf dem vorletzten Platz im Index. Nur Schering verbuchten mit minus 5,52 Prozent noch mehr Verluste.

Der Dow-Jones lag zum Handelsschluss in Deutschland um 0,12 Prozent höher bei 11.127 Punkten. Der Nasdaq dagegen legte um 3 Prozent zu und notierte bei 4210 Zählern.

Der Euro hat am Freitag weiter nachgegeben. Die EZB legte den Referenzkurs auf 0,9564 Dollar fest. Für den Dollar ergibt sich damit ein Kurs von 2,0450 Mark.

Am Rentenmarkt gab der Bund-Future zehn Stellen auf 105,47 Stellen ab. Der Marktindex Rex verlor 0,2 Prozent auf 110,74 Stellen. Die Umlaufrendite stieg auf 5,12 Prozent.