Börse: EZB sorgt für Kurssprünge - DER SPIEGEL
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Börse EZB sorgt für Kurssprünge

Nach der Entscheidung der EZB, den Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen, kam der Dax wieder in Fahrt. Auch der Nemax-50 tendierte weiter sehr fest.
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Frankfurt am Main - Der Dax stieg nach einer Seitwärtsbewegung zum Nachmittag um gut ein halbes Prozent an. Der Nemax-50 kletterte sogar um gut zwei Prozent. Die Börsen an der Wall Street gaben sich im frühen Handel freundlich. Der Dow-Jones-Index schob sich um rund ein halbes Prozent vor, während der Nasdaq knapp eineinhalb Prozent gewann.

Für die Autowerte ging es am Nachmittag wieder aufwärts. So stiegen VW um gut ein Prozent, BMW notierten um ein knappes halbes Prozent höher. DaimlerChrysler verloren dagegen fast um ein halbes Prozent.

E.on legten zunächst zu, fielen dann aber um knapp eineinhalb Prozent. Die Fusionsspekulationen mit Suez Lyonnaise wurden von Marktteilnehmern auf Grund fehlender Details zunächst nur zur Kenntnis genommen.

Epcos war am Nachmittag der größte Gewinner im Dax. Für den Titel ging es rund viereinhalb Prozent nach oben. Auch SAP stiegen weiter kräftig um knapp viereinhalb Prozent. Händler verwiesen darauf, dass der Titel bereits am Vorabend in den USA gesucht war.

Die T-Aktie konnte bis zum Nachmittag nicht von den positiv bewerteten Halbjahreszahlen der Tochter T-Online profitierten, sie fiel um gut ein halbes Prozent. Händlern zufolge hat sich die Stimmung für europäische Telekom-Werte nach einer Gewinnwarnung von KPN weiter eingetrübt. Außerdem hänge die Heruntergewichtung im europäischen Blue-Chip-Index Euro-Stoxx-50 wie ein Damokles-Schwert über der T-Aktie, heißt es. Weil der Staatsanteil im Index künftig nicht mehr berücksichtigt wird, müssen einige Großanleger bis zum 22. September T-Aktien verkaufen.

T-Online konnten am Neuen Markt dank ihrer Ergebnisse knapp sieben Prozent zulegen. Auch Tria Software zählte zu den stärksten Gewinnern am Neuen Markt. Sie verteuerten sich um rund fünf Prozent. Zu den Verlierern mit knapp siebeneinhalb Prozent zählten dagegen Edel Music, die Verluste bekannt geben mussten.

Der Euro notierte nach der EZB-Entscheidung etwas leichter bei Kursen um 0,891 Dollar.