Börse: Freundlich geschlossen - SAP deutlich im Plus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Freundlich geschlossen - SAP deutlich im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat nach einer ausgeprägten Berg- und Talfahrt freundlich geschlossen. Die Technologietitel gerieten dabei unter Druck. Von der "neuen Wirtschaft" notierte lediglich SAP im Plus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Der Dax schloss am Freitag 0,58 Prozent fester auf 7322 Punkten. Die Wachstumswerte im Nemax-50 gaben um 0,37 Prozent auf 5644 Zähler nach. Der M-Dax verlor 0,40 Prozent auf 4856 Punkte.

Konjunkturdaten beflügeln Wall Street

Mit etwas Verzögerung haben die US-Konjunkturdaten ihre beflügelnde Wirkung auf den Handelsverlauf in New York entfaltet. Nach einem müden Start und Verlusten an der Nasdaq legte der Dow Jones bis gegen 13.33 Uhr Ortszeit um 1,3 Prozent auf 11.048 Zähler zu. Nach Anfangsverlusten hat die Nasdaq ins Plus gedreht und gewann 0,6 Prozent auf 3782 Stellen.

An der Pariser und der Londoner Börse tendierten die Kurse ebenfalls leichter. Die im EuroStoxx 50 zusammen gefassten europäischen Standardwerte fielen um 0,13 Prozent auf 5175 Punkte.

Technologiewerte unter Druck

In Frankfurt gerieten vor allem die Technologietitel unter Druck. Dabei lagen die Aktien von Siemens mit einem Abschlag von 2,49 Prozent auf 164,20 Euro ganz unten. Infineon gab 0,85 Prozent auf 71,19 Euro ab.

Von den Werten der "neuen Wirtschaft" im Dax hielten sich lediglich SAP im Plus. Der Titel konnte seine Gewinne sogar ausbauen und stand mit einem Gewinn von 3,37 Prozent auf 218 Euro ganz oben auf dem Kurszettel. "Damit haben die Aktien freie Fahrt bis 282 Euro", so ein Händler.

Bayer machte Vortagesverluste wieder wett

Bayer lag mit einem Kursaufschlag von 2,53 Prozent bei 45,80 Euro vorn. Der Chemietitel machte damit einen Teil seiner Verluste vom Vortag wett. Die Investmentbank Goldman Sachs hob die Gewinnerwartung für das Jahr 2001 an.

BASF-Titel lagen um 0,36 Prozent im Minus bei 41,91 Euro. Die Investmentbank UBS Warburg stufte BASF-Aktien von "Kaufen" auf "Halten" herab, weil die Halbjahreszahlen unter den Erwartungen geblieben waren.

Ferner werde ein allgemeines Abflauen des internationalen Wirtschaftswachstums die Nachfrage nach Chemikalien senken und damit die Gewinne dämpfen.

Debitel: Nach UMTS-Ausstieg deutlich im Plus

Nach dem Ausstieg aus der Auktion um die UMTS-Frequenzen stieg Debitel kräftig an. Die Aktie stieg bei zuletzt starken Umsätzen um 7,32 Prozent auf 38,10 Euro.

Den Anstieg der Aktien der Münchener Rück um 3,12 Prozent auf 346,50 Euro erklärten Händler mit der Entscheidung der Deutschen Börse, die Indexgewichtung nach Streubesitz erst im Jahr 2002 vorzunehmen. Das Schwergewicht weise einen geringen Anteil frei gehandelter Aktien auf und dürfte einen geringeren Anteil am Dax haben.

Rentenmarkt tendierte seitwärts

Der Rentenmarkt gab sich nahezu unverändert. Mit 105,93 Punkten war der Bund Future unverändert. Der Rentenmarktindex REX kletterte um 0,1 Prozent auf 110,23 Zähler. Die Umlaufrendite wurde unverändert bei 5,21 Prozent festgestellt.

Euro musste Gewinne wieder abgeben

Der Euro beendete angesichts der Konjunkturdaten seinen Ausflug über die Marke von 91 Cent und fiel wieder. Zuletzt war der Euro 0,9040 Dollar wert. Damit kostete der Dollar 2,1643 Mark.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9132 (Donnerstag: 0,9031) Dollar fest. Damit kostete ein Dollar 2,1417 (2,1657) Mark.