Börse Gewinnmitnahmen bei Fusionskandidaten
Frankfurt am Main - Dennoch bescheinigten Marktteilnehmer dem Dax eine bemerkenswerte Stärke. So wie es derzeit aussehe, dürfte diese auch verteidigt werden können. Allerdings hänge die zu erwartende Tendenz am Donnerstag wegen der derzeit vorherrschenden Unsicherheit beim Blick nach Übersee stark von den Vorgaben der Wall Street ab.
Neben der Dow-Schwäche war ansonsten weiter der sich abzeichnende Zusammenschluss zwischen Dresdner und Deutsche Bank das Gesprächsthema Nummer eins unter den Marktteilnehmern. Bei den beiden unmittelbar betroffenen Banken kam es nach der Kursexplosion am Vortag zu einer Verschnaufpause. Dresdner Bank verloren 1,8 Prozent auf 55,96 Euro und Deutsche Bank 2,3 Prozent auf 92,75 Euro. Als Hauptprofiteur des Deals entpuppen sich immer mehr Allianz (plus 8,61 Prozent auf 411 Euro). Als Folge legte auch die Münchener Rück um 3,6 Prozent auf 298 Euro zu.
Tagesverlierer war die Deutsche Telekom. Die T-Aktie büßte 5,3 Prozent auf 95,50 Euro ein, nachdem berichtet worden war, dass die Gespräche über einen Kauf der US-Telefongesellschaft Qwest abgebrochen worden seien.
Am Neuen Markt rutschte der Nemax-50 um 1,6 Prozent oder 148,70 Punkte auf 9034,04. Dagegen konnten sich die Nebenwerte im M-Dax mit einem kleinen Gewinn von 1,23 Punkten bei 4251,70 Zählern behaupten.
Am Rentenmarkt fiel der Rex um 0,20 auf 109,85 Punkte; die Umlaufrendite verharrte bei 5,30 Prozent.
Die Händler waren von dem schwachen Euro enttäuscht. Selbst die nachgebenden Kurse an der Wall Street hätten der europäischen Gemeinschaftswährung nicht auf die Sprünge helfen können, hieß es am Markt. Im späten europäischen Geschäft notierte der Euro mit 0,9563 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittag auf 0,9543 Dollar festgelegt.