Börse heute Unter 7.000 Punkte
Frankfurt am Main - Der Dax verlor 1,04 Prozent bzw 73,26 auf 6.980,41 Punkten und beendete damit die Sitzung fast auf dem Tagestief von 6.976.97 Punkten. Dass der Dax unter der psychologisch wichtigen Marke von 7.000 Punkten geschlossen habe, sei für Montag eine Belastung, meinten Marktteilnehmer. Allerdings müsse man die Performance des Freitags wegen der niedrigen Umsätze in ihrer Bedeutung relativieren.
Lustlos: Viele Händler nutzten den Brückentag
Händler beschrieben das Geschäft als lustlos. Es sei kaum Interesse vorhanden gewesen. Zum einen hätten Investoren den Brückentag zu einem verlängerten Wochenende genutzt, zum anderen gebe es auch wenig Impulse für ein Engagement in Aktien.
Die Zinsangst schwebe weiterhin über den Märkten, hieß es. So rücke erneut der hohe Ölpreis in den Blickpunkt, der trotz der Opec-Vereinbarungen nicht falle. Die deutschen Inflationszahlen der Bundesländer überbrächten ebenfalls keine frohen Botschaften, sondern lieferten die Argumente für die Falken im Eurotower. Zudem stehe in der kommenden Woche die Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve Bank an. Im Vorfeld wolle sich da niemand festlegen.
DaimlerChrysler lädt am Montag zu einer Pressekonferenz in Seoul ein. Die Stuttgarter steigen voraussichtlich bei Hyundai ein, um dann ein gemeinsames Übernahmeangebot für Daewoo zu unterbreiten. Die Wachstumsaussichten in Asien seien hervorragend, so ein Marktteilnehmer. DaimlerChrysler konnten sich im Vorfeld der negativen Tendenz entziehen und gewannen 1,63 Prozent auf 55,25 Euro.
KarstadtQuelle verloren nach den starken Verluste der vergangenen Tage weitere 0,66 Prozent auf 30,30 Euro. Die Analystenschelte über die enttäuschenden Aussichten riss auch am Freitag nicht ab. So stufte die WGZ-Bank die Aktie auf "Underperform" herunter, nachdem die Deutsche Bank bereits am Donnerstag als Kursziel 25 Euro genannt hatte.
Die T-Aktie gab 0,92 Prozent auf 63,50 Euro ab. Moody's erwäge, das Kreditrating für die Deutsche Telekom zu senken, sagten Händler. Dadurch dürften die Finanzierungskosten steigen.
Als eine technische Gegenreaktion bewerteten Händler die Aufschläge bei Lufthansa. Eine große Verkaufsorder, die zuletzt belastet habe, sei nun abgeschlossen. Lufthansa stiegen um 5,75 Prozent auf 25,20 Euro.
Unter Druck standen dagegen erneut Epcos, die weitere 3,15 Prozent auf 123,00 Euro abgaben. Händler verwiesen auf mehrere Faktoren: Zum einen gebe es wenig Fantasie im Elektronikbereich. Daneben hallten Rückstufungen der Vorwoche noch nach sowie die Indexänderungen im DAX.