Börse in Tokio: Das Beben geht weiter - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse in Tokio Das Beben geht weiter

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat die Woche schwach begonnen. Insbesondere die Technologietitel brachen ein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tokio - Die asiatische Leitbörse in Tokio hat bis zum frühen Montagnachmittag weiter an Boden verloren. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte notierte einen schweren Verlust von 404,93 Punkten beim Stand von 12.222,97 Zählern. Auch der marktbreitere Topix gab weiter nach und notierte einen Abschlag von 30,85 Punkten beim Zwischenstand von 1206,91 Punkten.

Nach der negativen Vorgabe der US-Technologiebörse Nasdaq waren auch Japans Hochtechnologiewerte unter massiven Verkaufsdruck geraten. Zu den Verlieren gehören Sony, NEC und Fujitsu sowie die Chiptitel Advantest, Tokyo Electron und Kyocera.

Auch der Mobilfunkriese NTT DoCoMo, NTT und Japan Telecom sackten ab. Ebenso tendierten Bankaktien auf breiter Front schwächer, darunter Tokyo-Mitsubishi, Sanwa und Sakura. Die Autobauer Nissan Diesel und Toyota hingegen legten zu. Das am Morgen bekannt gegebene Wirtschaftswachstum im Quartal Oktober bis Dezember von 0,8 Prozent zum Vorquartal hingegen konnte die Börsianer nicht beeindrucken.

Angesichts der schwachen Konsumausgaben, die rund 60 Prozent der Wirtschaftsleistung Japans ausmachen, und eines erwarteten Rückgangs der Kapitalinvestitionen der Unternehmen fürchten Analysten, dass der Quartalszuwachs nur von kurzlebiger Natur war.

Auch das Rücktritts-Dementi von Premierminister Yoshiro Mori hatte keinen Effekt. Mori wies am Montag Medienberichte vom Samstag zurück, denen zufolge er bereits de facto seinen Rücktritt erklärt habe.