Börse Infineon hebt ab
Frankfurt am Main - Der Dax lag am späten Nachmittag mit gut anderthalb Prozent im Plus. Auch der Neue Markt zeigte sich wieder von seiner stärkeren Seite: Der Nemax 50 stieg um mehr als drei Prozent. An der Wall Street sind die Börsianer offenbar ihre Sorgen los. Die guten Geschäftszahlen der Technologiefirmen Microsoft, Sun Microsystems, Nokia und AOL beflügelten den Dow Jones. Der Index notierte wieder über 10.000 Punkten und lag mit rund einem Prozent im Plus. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte sogar knapp sechs Prozent zu.
Die meisten Technolgieaktien erholten sich von den teils dramatischen Verlusten des Vortages. So führten Infineon die Liste der Gewinner mit mehr als sieben Prozent an. Siemens legten knapp fünf Prozent an, Epcos mehr als vier Prozent. Telekom verbesserten sich um knapp vier Prozent.
Der Kurs von SAP blieb mit einem Minus von knapp fünf Prozent weiter im Keller. Das Softwareunternehmen hatte am Morgen bekannt gegeben, den Gewinn im dritten Quartal im Vergleich zum schwach verlaufenen Vorjahresquartal kräftig gesteigert zu haben. Da die Zahlen aber nur im Rahmen der Erwartungen gelegen haben, reagiere der Markt mit Abschlägen, so ein Händler.
Zu den Gewinnern am Neuen Markt gehörten die Aktien von Primacom, die um mehr als 24 Prozent stiegen und somit ihre Vortagesverluste wieder wett machten. Die Papiere der US-Softwarefirma Poet konnten ebenfalls zulegen. Sie stiegen um knapp 23 Prozent. Das Unternehmen hatte am Morgen bekannt gegeben, den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozent auf 3,3 Millionen Dollar gesteigert zu haben.
Börsenneuling Genmab gehörte auch am Donnerstag zu den Verlierern. Die Aktien der dänischen Biotechnologie-Firma fielen um sieben Prozent auf 33,1 Euro. Am Mittwoch waren die Papiere an ihrem ersten Handelstag unterhalb ihres Platzierungspreises von 34,89 Euro gefallen.
Der Euro notierte auch nach der Pressekonferen der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter schwach bei Kursen um 0,840 Dollar. Die EZB hatte entschieden die Leitzinsen unverändert zu lassen. Einige Devisenexperten befürchten nun ein weiteres Absinken des Euro-Kurses.