Börse: Infineon rückt vor - DER SPIEGEL
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Börse Infineon rückt vor

Nach einer festeren Tendenz am Vormittag ging der Dax zum Mittag hin leicht ins Minus. Die Indizes am Neuen Markt hielten sich jedoch dank guter Vorgaben aus den USA deutlich im Plus.
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Frankfurt am Main - Der Dax fiel bis zum Mittag um rund ein halbes Prozent, der Nemax-50 kam um knapp eineinhalb Prozent voran. In New York hatte der Dow Jones am Montag mit plus 1,4 Prozent geschlossen, der Nasdaq war um 1,6 Prozent geklettert.

Händlern zufolge werde das Geschäft eher schleppend verlaufen, weil in Bayern, Spanien und Italien Feiertag ist, heißt es. Zudem kommen von den Unternehmen eher negative Nachrichten. Zu den Gewinnern zählten neben Henkel und HypoVereinsbank mit je zwei Prozent plus die Lufhansa-Aktie, die gut ein Prozent zulegte. Weiter aufwärts mit gut einem Prozent ging es auch für die Preussag-Aktie. Händler sprachen davon, dass der Tourismus-Titel "wiederentdeckt" worden sei.

Bei den Technologiewerten zeigte sich am Mittag ein uneinheitliches Bild. Während Infineon mit mit einem Plus von rund drei Prozent die Gewinnerliste im Dax anführte, verzeichneten SAP mit gut zweieinhalb Prozent starke Kurseinbußen. Auch die T-Aktie fiel nach einer anfänglich festeren Tendenz um gut zwei Prozent zurück.

Nach enttäuschenden Geschäftszahlen geben dagegen Degussa-Hüls gut ein Prozent ab. Metro verloren mit knapp dreieinhalb Prozent am stärksten, weil am Abend vermutlich der Rauswurf aus dem europäischen Blue-Chip-Index Euro-Stoxx-50 beschlossen wird.

Am Neuen Markt hat Blaxxun seinen für den heutigen Dienstag geplanten Börsengang abgesagt. Schuld seien die Privatanleger, die das Papier partout nicht zeichnen wollten, beklagte die DG Bank. Auch die anderen Unternehmensmeldungen sorgten für schlechte Stimmung: Micrologica musste sowohl einen Anstieg der Verluste als auch ein Absinken des Umsatzes melden, und verloren dadurch etwa sechs Prozent. Auch die Zahlen von Fluxx.com und Teldafax konnten Anleger nicht überzeugen: beide Titel verloren mehr als sechs Prozent an Wert. Mit Kursgewinnen um 13 Prozent glänzten am Mittag dagegen Adlink und Artstor.

Der Euro zeigte sich am Vormittag wieder stärker. Er notierte bei Kursen um 0,913 Dollar. Devisenhändlern zufolge wird die europäische Gemeinschaftswährung von Spekulationen beflügelt, die EZB werde bald die Leitzinsen anheben.