Börse: Kaufrausch bei der T-Aktie - DER SPIEGEL
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Börse Kaufrausch bei der T-Aktie

Angetrieben von Kursgewinnen des Telekom-Papiers tendierte der Dax zu Wochenbeginn deutlich fester. Auch die Wachstumswerte am Neuen Markt starteten mit sehr freundlicher Tendenz.
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Frankfurt am Main - Der Dax notierte bis zum Mittag konstant etwa ein Prozent im Plus, der Nemax-50 stieg um zwei Prozent an.

Der deutsche Markt habe Nachholbedarf, sagten Händler. Zudem sei das Umfeld mit der moderaten Euro-Erholung und den überwiegend steigenden Kursen in Asien positiv.

Telekom legten knapp sechs Prozent zu. "Telekom sind immer für eine Überraschung gut", hieß es im Handel dazu. Zudem verwiesen Teilnehmer auf das Szenario einer inländischen Bank, die für große Investmenthäuser einen erhöhten Kaufbedarf errechnet hat. Zudem hat die Telekom-Tochter T-Online die Übernahme des spanischen Online-Dienstleisters Ya.com bestätigt.

E.on stiegen um gut ein halbes Prozent und profitierten damit laut Teilnehmern weiterhin von der Phantasie eines vom Unternehmen geplanten Aktienrückkaufs.

DaimlerChrysler verteuerten sich um gut eineinhalb Prozent, obwohl bekannt wurde, dass das Unternehmen seinen Anteil an Mitsubishi ausbauen will. Händler bewerten das als negativ.

Die Einbußen von Commerzbank von knapp dreieinhalb Prozent führten Händler auf die geplante Erhöhung der Anteile ausländischer Finanzkonzerne zurück. Die Chancen von CoBRa für ein mögliches Wiederaufstocken der Anteile an der Commerzbank stehen damit laut Händlern schlecht. "Die Schlacht ist verloren", kommentiert ein Teilnehmer.

Am Neuen Markt gab es zunächst starke Verluste bei NSE Software, die um knapp 26 Prozent einbrachen. Das Unternehmen hatte die geplanten Umsatz- und Ertragszahlen für das zweite Halbjahr 2000 nach unten korrigiert. Die Aktie von T-Online legte um knapp vier Prozent zu. T-Online hatte die Übernahme des spanischen Internet-Dienstleister Ya.com bekannt gegeben. Zu den stärksten Gewinnern am Neuen Markt zählten zunächst Ricardo.de und Broadvision, deren Kurse jeweils um rund 14 Prozent anstiegen.

Der Euro hat sich zu Wochenbeginn deutlich erholt und die wichtige Marke von 90 US-Cent überwunden. Die europäische Einheitswährung kostete in Frankfurt rund 0,901 Dollar.