Börse: Klar im Plus - Gute Vorgaben aus den USA - DER SPIEGEL
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Börse Klar im Plus - Gute Vorgaben aus den USA

Die deutschen Standardwerte haben bei geringem Umsatz am Freitag mit deutlichem Kurszuwachs geschlossen. Der deutsche Aktienmarkt erhielt dabei erstaunlichen Rückenwind von der Wall Street.
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Frankfurt am Main - Der Dax schloss mit 7052 Punkten 1,5 Prozent höher als am Vortag. Auch der Nemax-50 legte zu: 0,7 Prozent auf 6062 Zähler. Der M-Dax stieg um 0,9 Prozent auf 4543 Punkte.

Kurz nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten für Juni hatte der Dax Boden gutmachen können. Diese waren im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Damit seien zumindest kurzfristig die Zinssorgen in den USA vom Tisch, hieß es.

Mit festerer Tendenz zeigten sich die Notierungen an der Wall Street im weiteren Handel am Freitag. Der Dow Jones zog um 1,3 Prozent auf 10.616 Punkte an. Der Nasdaq gewann 1,9 Prozent auf 4036 Zähler.

Fresenius und Schering mit Gewinnen

Zu den Tagesgewinnern zählten Schering, die um 4,1 Prozent auf 63,50 Euro stiegen. Die Deutsche Bank hatte zuvor das Kursziel für die Aktien auf 68 Euro von zuvor 60 Euro angehoben und die Einstufung als "Kauf" bekräftigt.

Das gute Sentiment für Schering färbte Händlerangaben zufolge auch auf Fresenius ab, die um 4,8 Prozent auf 93,80 Euro vorrückten.

Deutsche Telekom nutzten die vom US-Handel herrührende gute Stimmung für Technologiewerte. Sie arbeiteten sich am Nachmittag weiter ins Plus vor und schlossen mit einem Aufschlag von 4,6 Prozent auf 61,14 Euro.

DaimlerChrysler überraschend gut

Die Aktien von DaimlerChrysler notierten mit 57 Euro um 2,7 Prozent im Plus. Der feste Kurs der Aktie überraschte einen Händler. Anleger erwarteten einen niedrigeren Emissionskurs für die EADS-Aktie als den angepeilten Ausgabepreis von mindestens 22 Euro. DaimlerChrysler ist an der EADS beteiligt.

Gerüchte beflügeln Metro

Metro profitierten erneut von Übernahmegerüchten durch Wal-Mart. Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) hat Metro in diesem Zusammenhang auf "Kauf" von "Halten" heraufgestuft. Metro verbesserten sich um knapp fünf Prozent auf 44,50 Euro.

HypoVereinsbank unter Druck

Am unteren Ende des Dax notierte die Aktie der HypoVereinsbank mit 69,80 Euro um 1,4 Prozent leichter. Während andere Bankentitel derzeit von Spekulationen um Fusionen oder Käufe beflügelt werden, fehle diesem Titel eine derartige Geschichte, sagte der DG-Bank-Händler. Die Aktie der Commerzbank lag um ein Prozent auf 38,58 Euro über dem Vortagesniveau.

Ebenfalls auf der Verlierer-Seite stand die Preussag-Aktie mit einem leichten Kursabschlag um 0,03 Prozent auf 34,55 Euro. Marktteilnehmer hielten den Kauf der britischen Thomson Travel für zu teuer und wollten sich erst wieder bei positiven Ergebniszahlen in den Titel einkaufen, sagte ein Händler.

BMW hat einen Teil seiner Gewinne vom Vortag wieder abgeben müssen. Die Aktie fiel um 4,7 Prozent auf 34,50 Euro.

Vorerst keine Zinssorgen an der Wall Street

Auf dem Parkett seien die Anleger jetzt zuversichtlich, dass eine "weiche Landung" der US-Wirtschaft gelinge, sagten Händler nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten. In den USA wurden im Juni 206.000 Arbeitsplätze geschaffen. Diese Zahl liege deutlich unter den von Experten erwarteten 284.000 neuen Stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass auf der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank im August die Leitzinsen heraufgesetzt würden, sei nun spürbar geringer.

Börsen in Europa freundlich

In Europa zeigten sich die Aktienbörsen freundlich. Der Euro-Stoxx-50 schloss 1,93 Prozent höher auf 5252 Punkten. Der FTSE 100 in London stieg um 1,21 Prozent auf 6497 Zähler. Die Börse in Paris berichtete ein festes Kursbild, ebenso Amsterdam, Mailand und Madrid. Am Aktienmarkt in Wien entwickelten sich die Kurse mit leichterer Tendenz, knapp behauptet wurde Zürich gesehen.

Euro leicht gefallen

Der Euro wurde am Abend bei 0,9474 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für die europäische Einheitswährung auf 0,9483 Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 2,0625 DM wert.

Der Rex stieg um 0,2 Prozent auf 109,57 Zähler. Der Bund-Future notierte 0,3 Prozent fester bei 104,92 Punkten. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,33 Punkten fest (Donnerstag: 5,25).