Börse: Kleine Werte ziehen Nasdaq ins Plus - DER SPIEGEL
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Börse Kleine Werte ziehen Nasdaq ins Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat bei äußerst dünnen Umsätzen im Minus geschlossen. Stark unter Druck standen BASF und Allianz. Wall Street tendierte gemischt: Der Dow verharrte im Minus, der Nasdaq legte leicht zu.
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Frankfurt am Main - Der Dax um 0,7 Prozent leichter bei 7359 Zählern. Am dritten Tag mit verlängerter Handelzeit seien die Umsätze noch geringer als an den Tagen zuvor gewesen, sagte ein Frankfurter Händler.

Der Nemax-50 entfernte sich gleichfalls im späten Handel von seinem Tagestief und schloss 0,2 Prozent leichter bei 6685 Zählern. Der M-Dax behaupteten sich knapp mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 4564 Stellen.

Einen Tag vor ihrer Erstnotiz an der New Yorker Börse fielen die Aktien von BASF als stärkster Verlierer um fünf Prozent auf 44,34 Euro. Ein Gerücht drückte die Stimmung: Dem Chemiekonzern stünde eine Untersuchung der EU-Wettbewerbsbehörden ins Haus, hieß es. Gleichfalls leichter tendierten die Konkurrenten Bayer mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf 41,54 Euro und Schering, die 0,7 Prozent auf 56,11 Euro einbüßten.

Trotz der Erholung an der Nasdaq gaben SAP um 2,9 Prozent auf 603,95 Euro ab. Deutsche Telekom erholten sich im späten Handel leicht und schlossen 0,5 Prozent leichter bei 71,44 Euro. Siemens verbilligten sich um 0,3 Prozent auf 166,45 Euro, während Epcos mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 144 Euro freundlich schlossen.

Unter Druck gerieten am Dienstag Allianz. Die Deutsche Bank hatte sieben Millionen Aktien des Versicherers im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro an Großanleger in der ganzen Welt verkauft. Allianz gaben anschließend um 2,6 Prozent auf 374,80 Euro ab. Deutsche Bank wechselten im späten Handel in die Gewinnzone und stiegen um ein halbes Prozent auf 86,50 Euro an. Eher freundlich schlossen die übrigen Finanzwerte.

Der Rentenmarkt tendierte uneinheitlich. Am Nachmittag stellte die Bundesbank die Umlaufrendite bei 5,11 (Montag: 5,10) Prozent fest. Der Rex legte um 0,01 Prozent oder 0,01 Punkte auf 110,70 Zähler zu. Dagegen verlor der Bund-Future um 0,33 Prozent oder 0,34 Punkte auf 106,03 Zähler.

New York: Nasdaq im Plus, Dow im Minus

In den USA verharrte der Dow Jones bei einem Minus von 0,4 Prozent bei 10.777 Punkten, während die High-Tech-Börse Nasdaq nach vier Handelsstunden um 1,2 Prozent auf 3867 Punkte zulegte.

Händler führten die Verluste im Dow vor allem auf eine schwächere Tendenz der Finanz- und Einzelhandelstitel zurück. An der Nasdaq hätten die großen Technologietitel ebenfalls eine Pause eingelegt. Das Plus des Indizes rühre eher von einer positiven Tendenz kleinerer Werte. Im Vordergrund stünden hierbei die Sektoren Biotechnologie und Internet.

Europa: Schwächer geschlossen

Die europäischen Börsen schlossen am Dienstag überwiegend schwächer. Die Investoren würden sich vor den Sitzungen der britischen Notenbank am Mittwoch und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten, sagten Händler. Allgemein schwächer notierten die Pharmaunternehmen, nachdem die Credit Suisse First Boston die Branche am Montag zurück gestuft hatte. Der Euro-Stoxx-50 verlor 1,1 Prozent auf 5318 Punkte.

Devisen: Euro kletterte bis auf 96 Cent

Der Euro kletterte nach der Veröffentlichung von Arbeitslosenzahlen für die Eurozone kurzzeitig auf mehr als 96 Cents. Dieses Niveau hatte die gemeinsame Währung zuletzt Mitte April erreicht. Am Abend gab der Kurs bis auf 0,9547 Dollar nach. Damit war ein Dollar 2,0486 Mark wert.