Börse: Lufthansa hebt ab - DER SPIEGEL
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Börse Lufthansa hebt ab

Die deutschen Aktienmärkte mussten am Mittwoch leichte Verluste hinnehmen. Trotz einer Umbesetzung im Nemax 50 blieb der Index für Wachstumswerte relativ stabil.
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Frankfurt am Main - Der Dax lag am Mittag mit rund einem halben Prozent im Minus. Der Nemax 50 gab leicht um etwa 0,2 Prozent nach. Der Dow Jones hatte am Vortag etwa 1,6 Prozent fester geschlossen, der technologielastige Nasdaq war sogar mit einem Plus von 5,8 Prozent aus dem Handel gegangen. In den USA tagt am Mittwoch der Offenmarkt-Ausschuss der US-Notenbank (Fed). Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt.

Im Dax zählte das Papier der Deutschen Lufthansa mit einem Plus von rund 2,3 Prozent zu den Favoriten der Anleger. Das Unternehmen hatte in seinen Neunmonatszahlen ein Umsatzplus von rund 20 Prozent ausgewiesen, das operative Ergebnis stieg sogar um knapp 51 Prozent. Auch die Zahlen von der Commerzbank nahm der Markt positiv auf. Der Titel kletterte um ein knappes Prozent.

Schlusslicht im Dax war mit einem Abschlag von rund 3,4 Prozent die Aktie von DaimlerChrysler, nachdem bekannt wurde, dass am Freitag der Chef der US-Tochter Chrysler abgelöst werden soll. Damit würden nur noch zwei Amerikaner im Vorstand des deutsch-amerikanischen Konzerns verbleiben.

Zu den Verlierern zählten auch die Versorgerwerte. RWE gaben um etwa 1,8 Prozent und e.on um rund zweieinhalb Prozent nach. "Energieaktien waren in der vergangenen Woche die Lieblinge der Börse", sagte ein Frankfurter Händler. Nun seien wieder die jüngst stark gebeutelten Technologietitel gefragt.

Die zeigten sich auch tatsächlich überwiegend fester. Die Aktie des Herstellers elektronischer Bauelemente Epcos kletterte um rund 2,4 Prozent, Siemens zogen um etwa ein Prozent an. Das Papier der Siemens-Halbleitertochter Infineon verbilligte sich hingegen leicht um etwa ein halbes Prozent.

Auf dem Neuen Markt hatten sich die Händler nach dem starkem Kursanstieg der Nasdaq am Dienstag mehr vom Handelsstart versprochen. Der regelrechte Ausverkauf am Montag, an dem der Nemax 50 zeitweise um mehr als zehn Prozent eingebrochen waren, habe aber die letzten zittrigen Anleger abgeschüttelt, erklärte ein Händler. Das jetzige Niveau sei ein gutes Fundament, auf dem die Börse aufbauen könne.

Die Umbesetzung des Nemax-50-Index durch die Deutsche Börse brachte kaum Bewegung in den Neuen Markt. Am Dienstagabend hatte die Börse turnusgemäß über die Zusammensetzung des Nemax 50, SDax und MDax beraten. Demnach rücken ACG, Comroad, Lion Bioscience und Medigene in den Index auf. Diese Unternehmen ersetzen: Infomatec, ricardo.de, Teldafax und Teles. Einzig Teles stachen mit einem Verlust von etwa neun Prozent aus dem Feld heraus, während ricardo.de trotz des Abstieges mit etwa 0,7 Prozent im Plus notierten.

Zu den Verlierern im Nemax gehörten Comdirect. Die Online-Tochter der Commerzbank hatte ebenfalls Zahlen vorgelegt. Das Papier gab jedoch trotz einer Gewinnerhöhung vor Steuern um rund viereinhalb Prozent nach.

Zwei Unternehmen wagten am Mittwoch den Schritt an den Neuen Markt. Biolitec eröffneten nach einem Ausgabepreis von 16 Euro mit 16,50 Euro und Funkwerk wurden auf dem Börsenparkett erstmals zu 23,50 Euro gehandelt. Der Ausgabepreis hatte bei 20 Euro gelegen. Zuletzt notierten Biolitec mit rund 16 Euro; das Funkwerk-Papier wurde mit 22,50 Euro umgesetzt.

Der Euro notierte am Mittag bei Kursen um 0,859 Dollar.