Börse: MobilCom hebt ab - DER SPIEGEL
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Börse MobilCom hebt ab

Die deutschen Aktienmärkte bleiben deutlich im Plus. Getragen wurden die Zuwächse durch kräftige Gewinne bei Deutscher Telekom und MobilCom.
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Frankfurt am Main - Der Dax notierte am frühen Nachmittag mit rund einem Prozent im Plus, am Neuen Markt ging der Nemax ging der Nemax 50 um gut drei Prozent nach oben.

Einen positiven Kursverlauf verzeichneten Händlern zufolge abermals die Technologiewerte. Diese hätten im Vergleich zu den anderen Branchen nach wie vor das größte Aufholpotenzial, begründete Pries die anhaltende Stärke der Branche. SAP und Infineon lagen am Mittag rund einen Prozent im Plus, Siemens blieben fielen nach einem etwas festeren Start wieder auf Vortagesniveau zurück. Bei Epcos setzten Händlern zufolge Gewinnmitnahmen ein, das Papier führte mit über drei Prozent Minus die Verliererliste im Dax an.

Mit Abstand am umsatzstärksten und mit deutlichen Kurszuwächsen präsentierten sich die Papiere der Deutschen Telekom. Händler sagten, das Telekomunternehmen sei im Vergleich zu seiner Konkurrenz in Osteuropa gut positioniert, was sich positiv auf die Aktie auswirke. Das Papier führte die Kursgewinner mit einem Plus von rund drei Prozent an.

Stark beobachtet wurden Händlern zufolge die Papiere der Versicherer Allianz und Münchner Rück, nachdem Morgan Stanley Capital International (MSCI) angekündigt hatte, ihre Unternehmensindizes am November 2001 auf Basis der frei verfügbaren Aktien anstatt auf Basis der gesamten Marktkapitalisierung zu berechnen. Für die genannten Papiere bedeutet das eine geringere Gewichtung in den Indizes. Allianz stiegen dennoch um rund eineinhalb Prozent, Münchener Rück verteuerten sich um gut zwei Prozent. "Die Entscheidung kommt nicht unerwartet", sagte Konrad Becker, Analyst bei Merck Finck & Co. Solange die Aktien nicht aus dem Index herausfallen würden, werde ihnen kein großer Schaden entstehen, sagte er weiter.

Die Aktien von DaimlerChrysler notierten mit soliden Gewinnen von gut zweieinhalb Prozent. Am Wochenende hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass DaimlerChrysler zusammen mit anderen an Formel 1-Teams beteiligten Autoherstellern dem Rennsport-Unternehmer Bernie Ecclestone ein Angebot für einen Einstieg ins Formel 1-Geschäft vorgelegt habe. Außerdem soll nach einem Bericht der "Financial Times" eine verstärkte Zusammenarbeit von Chrysler und Mitsubishi geplant sein.

Neuer Markt: Gewinne für MobilCom und EM.TV

Am Neuen Markt konnten sich die Papiere von MobilCom erholen. Nach den kräftigen Kursverlusten der vergangenen Woche stiegen sie um mehr als zwölf Prozent. Zudem habe ein Medienbericht, wonach der Kurseinbruch Analysten zufolge unbegründet sei, positive Auswirkungen auf das Papier, sagte ein Händler.

Nutznießer der freundlichen Börsenstimmung am Neuen Markt waren auch andere die Blue Chips. So gewannen Fantastic knapp 18 Prozent, Trintech legten rund 23 Prozent zu.

Die Aktien von EM.TV kletterten nach Handelsstart um knapp fünf Prozent. Nach dem Absturz des einstigen Börsenstars am Neuen Markt schließt nun Firmengründer Thomas Haffa einen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender nicht mehr aus. Dies sagte Haffa dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Händler führten die derzeitigen Kursaufschläge des EM.TV-Papiers auf Spekulanten zurück, die auf schnelle Gewinne hofften.

Im Zuge der Kooperation mit der US-Telefongesellschaft WorldCom stiegen die Aktien von QS Communications im Vormittagshandel um mehr als 21 Prozent. Händler sagten, der Kurs der QSC-Aktie werde zudem von dem festeren Gesamtmarkt unterstützt.

Die Papiere der Single-Dating-Agentur MatchNet profitierten von einem Werbe-Auftrag vonApartmentGuide.com über 1,15 Millionen Dollar und stiegen zuletzt um 30 Prozent. Brainpool bauten ihre Gewinne vom Freitag um rund acht Prozent aus. Brainpool will 2001 eine internationale Game-Show starten, bei der die Hauptgewinner Freiflüge in den Weltraum gewinnen können.

Der Euro zeigte sich bis zum Mittag wieder etwas schwächer und notierte bei Kursen um 0,882 Dollar. Analysten erwarten für den heutigen Tag ein Verharren der Gemeinschaftswährung bei 88 US-Cent, da kaum Impulse auf dem Devisenmarkt zu erwarteten seien.