Börse Nasdaq weiter auf Talfahrt
Frankfurt am Main - Der Dax bewegte sich am frühen Abend etwa 0,3 Prozent unter Vortagesniveau. Der Nemax 50 konnte sich nicht erholen und büßte über viereinhalb Prozent ein. Der Dow Jones lag zweieinhalb Stunden nach Handelstart etwa ein 0,7 Prozent im Minus. Der technologielastige Nasdaq lag nach anfänglich starken Einbußen etwa zwei Prozent unter Vortagesniveau.
Der immer noch ungewisse Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen sorgte an den amerikanischen Leitbörsen für Nervösität unter den Anlegern. Unter den Technologietiteln notierten IBM, Hewlett-Packard und Intel niedriger, während Cisco System und Microsoft Pluszeichen aufwiesen. Internetwerte wie America Online und Yahoo gaben ebenfalls nach. Auch Medien- und Unterhaltungswerte wie Disney und News Corp. waren nach Vorlage ihrer Geschäftsergebnisse schwächer. Viele Einzelhandelswerte standen unter Druck.
Im Dax gehörten ebenfalls vor allem die Technologiewerte zu den Verlierern. SAP verloren rund 3,8 Prozent, nachdem die Quartalsergebnisse deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben waren. Wie am Vortag gerieten Siemens mit einen Abschlag von fast zweieinhalb Prozent unter Druck. Ein Gegengewicht im Dax schafften vor allem traditionelle Werte wie Banken und Versicherungen. Das Gewinnerfeld führten Münchener Rückversicherung mit einem Plus von etwa 4,7 Prozent an. Allianz legten um rund 2,4 Prozent zu, während MAN um etwa 2,7 Prozent kletterten.
Unter den Schwergewichten am Neuen Markt brach vor allem MobilCom ein. Nach Vorlage der Neunmonatszahlen rutschte der Telekom-Anbieter um über 17 Prozent ins Minus. Die hohen Kosten für die UMTS-Mobilfunklizenz und die Investitionen zur Gewinnung neuer Kunden hatten MobilCom erstmals in die roten Zahlen geführt. T-Online verbuchten nach dem Kurseinbruch am Vortag noch ein Minus von rund zwei Prozent.
Update.com verbilligten sich um rund 16 Prozent. Das österreichische Softwareunternehmen hatte eine Verlustausweitung gemeldet. InternetMediaHouse gaben ebenfalls um etwa 16 Prozent nach. Zuvor war bekannt geworden, dass das Unternehmen mit Ralph Eric Kunz das zweite Vorstandsmitglied innerhalb weniger Tage verloren hatte.
An die Spitze der Gewinner setzten sich Adori mit einem Plus von rund 16 Prozent. Direkt Anlage Bank (DAB) drehten sich nach einem zwischenzeitlichen Plus von etwa dreieinhalb Prozent wieder ins Minus und notierten mehr als zwei Prozent unter Vortagesniveau. Der Online-Broker hatte im dritten Quartal seinen Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und ein Umsatzwachstum von 243 Prozent ausgewiesen.
Der Euro überstieg nach einer erneuten Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) zwischenzeitlich die Marke von 0,86 Dollar, notierte am frühen Abend aber wieder auf Kursen um 0,857 Dollar.