Börse Nemax seitwärts
Frankfurt am Main - Der Dax schloss um 0,6 Prozent im Plus bei 7128 Punkten. Der Nemax-50 stieg um 0,2 Prozent auf 4697 Zähler. Der M-Dax verzeichneten mit 5017 Zählern einen neuen Höchststand, drehte im Verlauf aber ins Minus und verlor am Ende 0,2 Prozent auf 4992 Stellen.
"Die deutschen Aktien haben auf die zweimalige Intervention der EZB und der Veröffentlichung der US-Konjunkturzahlen kaum reagiert", erklärte ein Börsianer. "Impulse kommen zur Zeit eher von der Nasdaq", bestätigte Frank Eckardt, Wertpapierhändler bei der Frankfurter Sparkasse.
Sattes Plus für Epcos und Infineon
Als ausgesprochen gesucht erwiesen sich im Tagesverlauf Infineon und Epcos, die zu der Spitzengruppe im Dax gehörten. Infineon kletterten um 4,1 Prozent auf 53 Euro, Epcos legten 4,8 Prozent zu auf 96,80 Euro.
Die positive Stimmung für Halbleiter- und Technologiewerte hatte sich bereits in der Nacht zum Freitag an der Wall Street bemerkbar gemacht. Dort hatte der Chipriese Intel deutlich höhere Verkaufszahlen für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.
Dies nutzte auch der Siemens-Aktie, die um 1,1 Prozent auf 155,00 Euro anstieg. Die Münchner hatten zudem am Morgen Verhandlungen mit dem japanischen Elektrokonzern Toshiba über eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung UMTS-fähiger Mobiltelefone bestätigt.
Rückschlag für die T-Aktie
Größter Verlierer waren Deutsche Telekom, die 2,3 Prozent auf 41,23 Euro abgaben. Über die Gründe gab es unterschiedliche Meinungen. Während ein Marktbeobachter auf den Durchbruch einer Unterstützungslinie hinwies, machte ein anderer die allgemeine Schwäche der gesamten Branche für die Verluste verantwortlich.
Nach den jüngsten Kurssteigerungen litten die Automobilwerte ebenfalls unter technischen Reaktionen. DaimlerChrysler wurden zusätzlich von einer Herabstufung durch die WestLB unter Druck gesetzt und verloren 0,3 Prozent auf 55,60 Euro.
New York: Dow schwach, Nasdaq behauptet
Nach schwachen Daten zum USA Arbeitsmarkt zeigte sich Wall Street uneinheitlich. Der Dow Jones verlor bis gegen 21 Uhr MEZ rund ein Prozent auf 10.767 Punkte. Der Nasdaq zog dagegen um 0,4 Prozent an auf 3442 Zähler.
Markteilnehmer führten den schwachen Dow auf neuen Zinsängste zurück. Die am Mittag bekanntgegebenen Daten zum US-Arbeitsmarkt verstärkten zwar die Chancen einer weichen Landung der Wirtschaft. Gleichzeitig ließen sie keine Rückschlüsse auf die weitere Zinspolitik der Federal Reserve zu, hieß es. Die Arbeitslosenquote war im Oktober auf 3,9 Prozent leicht zurückgegangen. Analysten hatten eine Quote von 4,0 Prozent erwartet. Dagegen lag das Plus bei den Stundenlöhnen mit 0,4 Prozent auf 13,89 USD leicht über den Erwartungen von 0,3 Prozent.
Für die leichten Aufschläge bei den Hightechs waren Börsianern die Quartalszahlen einzelner Firmen verantwortlich. Zu den Tagesgewinnern gehören Qualcomm. Dagegen zeigen sich die Aktien von Cisco Systems mit einem Abschlag von 0,13 Dollar auf 55,59. Die Investoren seien sich über die Wachstumsaussichten des US-Netzwerkausrüsters nicht einig, heißt es zur Begründung.
Euro: Intervention verpuffte
Nach den erneuten Stützungskäufen durch die Europäische Zentralbank kletterte der Euro zeitweilig auf ein Sechs-Wochen-Hoch bei 0,8795 Dollar. Im Verlauf büßte die Währung die Gewinne wieder ein. Gegen 21.10 Uhr notierte der Euro bei 0,8653 Dollar etwas höher als vor dem EZB-Eingriff.
Der Markt sei auf diesen Schritt vorbereitet gewesen, kommentierte ein Frankfurter Broker. Viele Händler hätten bereits vorher Euro gekauft und dann in die Intervention hinein verkauft. Auch bezeichneten es viele Marktteilnehmer als Fehler, dass die EZB diesen Schritt ohne Unterstützung der amerikanischen und japanischen Zentralbanken unternommen habe.
Edelmetalle: Gold schwächer
Die Feinunze Gold notierte am Freitagabend bei 265,20 Dollar und damit 0,70 Dollar leichter als am Vortag. Damit tobt weiterhin der Kampf zwischen den Goldbullen und Goldbären um die Marke bei 265 Dollar je Feinunze. Silber ging zuletzt für 4,75 Dollar um und damit um vier US-Cents leichter als zur Vortageszeit.