Börse: SAP fällt zurück - DER SPIEGEL
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Börse SAP fällt zurück

Von dem Kurseinbruch an der US-Technologiebörse Nasdaq konnte sich der Dax bis zum Mittag erholen. Die Technologie- und Wachstumswerte waren dagegen weiter unter Druck.
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Frankfurt am Main - Der Dax kletterte bis zum Mittag auf sein Vortagesniveau zurück. Die Aktien am Neuen Markt reagierten auf den Einbruch an der Nasdaq und gaben deutlich nach. Der Nemax 50 verlor rund vier Prozent.

Stärkster Wert im Dax war die Schering-Aktie, die um etwa zweieinhalb Prozent zulegte. Wie am Vortag gaben vor allem die Technologiewerte nach. Siemens geriet wie am Vortag mit einen Abschlag von über drei Prozent stark unter Druck. Hohe Verluste verzeichneten auch SAP, die um rund vier Prozent im Minus lagen. BASF verloren knapp drei Prozent, nachdem die Quartalsergebnisse deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben waren.

Die Wachstumswerte am Neuen Markt blieben weiter unter Druck. Der Nasdaq hatte am Vortag rund 5,4 Prozent abgegeben, nachdem das offene Rennen um die US-Präsidentschaft die Märkte verunsichert und neuerliche Sorgen um die hohe Bewertung der Technologieaktien die Stimmung belastet hatten.

Einen Kurseinbruch verzeichneten die Aktien von Mobilcom. Nachdem das Unternehmen vor Börsenbeginn für die ersten neun Monate einen hohen Verlust vor Steuern und Zinsen ausgewiesen hatte, verlor die Aktie fast vierzehn Prozent. Mobilcom begründete das Minus mit den hohen Investitionen in den UMTS-Markt. Update.com verbilligten sich um rund 13 Prozent. Das österreichische Softwareunternehmen hatte eine Verlustausweitung gemeldet. T-Online verbuchten nach dem Kurseinbruch am Vortag noch ein Minus von rund vier Prozent.

Einen Millionenauftrag hat Höft & Wessel für seinen mobilen Internet-Computer Webpanel erhalten. Das Volumen liegt nach eigenen Angaben bei 7 Millionen Mark. Für den Fall einer erfolgreichen Markteinführung sei für die nächsten zwei Jahre ein Bestellvolumen von mehr als 100 Millionen Mark vereinbart worden, hieß es. Die mögliche Auftragsflut treibt den Kurs um knapp acht Prozent in die Höhe. Direkt Anlage Bank (DAB) etablierten sich mit einem Plus von etwa dreieinhalb Prozent unter den Gewinnern, nachdem der Online-Broker im dritten Quartal seinen Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und ein Umsatzwachstum von 243 Prozent ausgewiesen hatte.

Der Euro reagierte auf den weiter ungewissen Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen und bewegte sich im frühen Handel bei Werten um 0,853 Dollar. Spekulanten bereiten sich Händlern zufolge darauf vor, Euro zu verkaufen, wenn der Republikaner George W. Bush die Wahl gewinnen sollte.