Börse: SAP katapultiert Dax auf Schlussrekord - DER SPIEGEL
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Börse SAP katapultiert Dax auf Schlussrekord

Der Deutsche Aktienindex ist mit einem Schlussstand von 7975,78 Zählern aus dem Handel gegangen und stellte damit einen Rekord auf. Zugpferd im Börsenbarometer war SAP.
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Die Aktie der Walldorfer Softwareschmiede sprengte die 1000-Euro-Marke und beendete den Handel mit einem Plus von 77 Euro bei 1010 Euro. Zwischenzeitlich waren sie bis auf 1048 Euro gestiegen. Merril Lynch hatte das Zwölfmonats-Kursziel für SAP auf 1350 von 1000 Euro angehoben. Grund für die Heraufstufung sei die positive Entwicklung beim Verkauf der Internet-Geschäfts-Software mySAP.com, hieß es.

Die Titel der Deutschen Telekom, die am Morgen noch ein neues Allzeit-Hoch bei 104,90 Euro markiert hatten, gaben diese Gewinne wieder ab und notierten 0,6 Prozent fester mit 103,55 Euro. Händlern zufolge hatten Spekulationen um eine mögliche Übernahme der US-Telekomgesellschaft Qwest für den Anstieg gesorgt.

Von den 30 Dax-Werten waren nur sechs im Plus. Tagesverlierer waren die Aktien Adidas-Salomon mit einem Verlust von 6,7 Prozent oder 3,66 Euro auf 51,05 Euro.

Generell präsentierte sich der Börsenhandel relativ lustlos. "Wir atmen nach der Rally der letzten Zeit mal durch", erklärte ein Händler die Entwicklung. "Der Markt ist sehr ruhig, halb Deutschland ist im Fastnachtstaumel", beschrieb ein anderer die Stimmung. Die Börsianer waren sich dabei nicht sicher, ob der umsatzschwache Handel der Beginn einer Konsolidierung sein könnte. "Da müssen wir erst mal bis zum Ende der Woche abwarten", hieß es.

Am Neuen Markt gewann der Nemax-50 1,7 Prozent oder 153,56 auf 9208,98 Punkte. Der Nebenwerte-Index M-Dax fiel 0,2 Prozent oder 9,53 Punkte auf 4261,71 Punkte.

Der Euro hat am Montagnachmittag gegenüber dem US-Dollar wieder etwas an Boden verloren. Die EZB legte den Referenzkurs auf 0,9640 Dollar fest. Für den Dollar ergibt sich damit ein Kurs von 2,0288 Mark.

Wegen der dünnen volkswirtschaftlichen Nachrichten werde es der Euro in dieser Woche schwer finden, sich neues Aufwärtspotenzial zu sichern, hieß es aus dem Devisenhandel.

Impulse versprechen sich die Marktteilnehmer von der Rede des US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan am Montagabend im Boston College. Sie könnte weitere Klarheit über einen erneuten Zinsschritt der amerikanischen Währungshüter bringen. Angesichts der Hausse an den amerikanischen Aktienmärkten dürfte Greenspan die Euphorie etwas bremsen. Von einer Abkühlung an den US-Aktienmärkte dürfte der Euro laut Marktteilnehmern profitieren.