Börse: SAP und Telekom unter Druck - DER SPIEGEL
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Börse SAP und Telekom unter Druck

Der Deutsche Aktienindex ist bis zum frühen Nachmittag deutlich gefallen. Verantwortlich dafür war vor allem die Technologietitel, deren Kurse allesamt stark nachgaben.
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Frankfurt am Main - Der Dax fiel in der ersten Handelsstunde um knap zweieinhalb Prozent. Der Nemax-50 verlor ebenfalls gut zwei Prozent. Nach der Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen unverändert zu lassen, war vorbörslich eine positive Tendenz erwartet worden.

"Die Umsätze sind sehr mau. Viele Kurse kommen zufallsbedingt zustande", sagte der Händler ein Münchener Bank. Zum "Sommerloch" komme an diesem Tag noch die Ungewissheit vor Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten dazu.

Die zuletzt gesehenen Stützungskäufe bei der Telekom blieben aus und drücken auf den Dax, begründete ein anderer Händler den schwachen Verlauf. Die T-Aktie verlor gut viereinhalb Prozent. In den vergangenen Tagen hatte die Deutsche Bank immer wieder bei 63,5 Euro gekauft und große Volumina auf die Geldseite gestellt. Jetzt dürfte es erst mal weiter nach unten gehen, prognostizieren Beobachter.

Ansonsten gebe es keine Gründe für die Schwäche der Technologie-Titel, sagte der Händler. SAP brachen um gut fünfeinhalb Prozent ein. Epcos verloren rund drei Prozent, Infineon knapp dreieinhalb Prozent. Siemens hielten sich bei einem vergleichsweise leichten Minus von gut einem Prozent.

Mit einem leichten Plus von knapp einem Prozent zeigten sich MAN. Als Hintergrund für den Aufschlag wird ein Bericht der "FAZ" gesehen, nachdem Fiat die Übernahme der Nutzfahrzeugsparte von MAN anstrebt. Damit komme wieder Belebung in den Sektor, heißt es weiter.

Mit schwacher Tendenz präsentierten sich die Automobilwerte. BMW, Volkswagen und DaimlerChrysler zeigten sich mit einem Minus von knapp einem Prozent.

Trotz Zeitungsberichten, wonach sich die Vorstände von der Commerzbank und Dresdner Bank über eine Zusammenarbeit einig seien, zeigten sich die Aktien beider Institute im Minus. Dresdner Bank gaben knapp zweieinhalb Prozent ab, Commerzbank reduzierten sich um knapp eineinhalb Prozent.

Am Neuen Markt waren MB Software gesucht, die einen Großauftrag im Volumen von 30 Millionen Mark an Land gezogen haben. MB zogen daraufhin um gut 13 Prozent an. Einen Aufschlag von gut fünf Prozent gab es für Pankl Racing, die eine Übernahme des US-Aerospace-Unternehmens Clark & Wheeler vertraglich besiegelt haben. T-Online mußten sich dem Abwärtstrend des Mutterkonzerns beugen und verloren rund vier Prozent. Nach ihrem Vortagesgewinn von über 66 Prozent lagen Met@box am Mittag mit rund einem Prozent im Minus.

Der Euro festigte sich im europäischen Handel weiter mit Kursen um 0,951 Dollar etwas fester nach einem Schluss von 0,942 Dollar am Mittwoch in New York.