Börse Schering fällt tief
Frankfurt am Main - Am Vormittag lag der Dax mit rund einem halben Prozent im Minus, der Nemax-50 notierte mit gut einem Prozent im Plus. An der Wall Street hatte der Dow Jones mit 0,3 Prozent leichter geschlossen, der Nasdaq war um 0,3 Prozent leicht angestiegen.
Händler erwarten einen Tag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) erneut dünne Umsätze. Die am Donnerstag anstehende Entscheidung der EZB über eine mögliche Zinserhöhung werde sich weiterhin lähmend auf den Markt auswirken, hieß es. Volkswirte gehen überwiegend davon aus, dass die Zentralbank die Zinsen um 25 Basispunkte erhöhen wird. Dies sei in den Kursen aber bereits berücksichtigt, sagten Händler.
Stärkster Wert im Dax waren am Mittag Preussag die um gut zwei Prozent zulegten. Die Zahlen und der Ausblick vom Vortag werden nach wie vor als sehr positiv angesehen. Die Verliererliste wurde dagegen von Schering angeführt, die rund viereinhalb Prozent abgaben.
Die Verlierer wurden von Werten des Technologiesektors angeführt. Infineon und Siemens fielen um jeweils gut ein Prozent. Die T-Aktie verbesserte sich dagegen um knapp ein Prozent und kam wieder über 45 Euro. Die Aktien des Volkswagen-Konzerns gaben nach Verlusten am Vortag weiter gut ein halbes Prozent ab.
Am Neuen Markt sorgten am Morgen Infomatec für Aufregung. Das Unternehmen musste eine Umsatzwarnung für das Gesamtjahr ausgeben. Der Kurs brach daraufhin um gut dreizehn Prozent ein. Zu den frühen Gewinnern gehörten Senator Film, die bei Gewinn und Umsatz starke Steigerungen melden konnten. Das Papier stieg um knapp dreieinhalb Prozent.
Der Euro fiel im frühen Handel sogar wieder unter die Marke von 89 US-Cent und notierte bei Kursen um 0,888 Dollar. Vor der Zinsentscheidung im Euroland hielten sich die Investoren am Devisenmarkt mit Engagements zurück, sagten Händler. Auch nach einem Zinsschritt wird nicht mit einer Erholung der europäischen Währung gerechnet.