Börse: Schwache Technologiewerte - DER SPIEGEL
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Börse Schwache Technologiewerte

Die Talfahrt auf Raten an der Börse in Frankfurt hat sich fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex schloss mit minus 72 Punkten und ging auf 6855 Zähler zurück. Noch stärkere Verluste musste der Neue Markt hinnehmen.
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Frankfurt am Main - Es waren vor allem die Hightechwerte, die den Dax belasteten. Das Schwergewicht Deutsche Telekom verbilligte sich um 2,73 Prozent auf 57,10 Euro. Epcos nahm im Blue-Chip-Index den vorletzten Platz ein. Die Aktie verlor 5,46 Prozent und gab auf 118,89 Euro ab. Schlechtester Titel im Dax war allerdings Thyssen-Krupp. Nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen brachen sie um 15,69 Prozent ein und gingen mit 19,35 Euro aus dem Handel.

Der Kursabsturz des Düsseldorfer Konzerns sei eine "satte Übertreibung", sagte ein Börsianer. Im Markt werde der Abschlag teilweise damit begründet, dass der weltweite Konjunkturaufschwung bereits wieder vorbei sei, was angesichts anhaltender Sorgen über weitere Zinserhöhungen in den USA aber ein "seltsames" Argument sei.

Unter dem Eindruck des Land-Rover-Verkaufs an Ford legten BMW kräftig zu. Die Aktie nahm mit einem Plus von 4,82 Prozent die Spitzenposition im Dax ein. Überraschend gut präsentierten sich MAN, die mit einem Aufschlag von 2,53 Prozent auf 38,50 Euro hinter BMW im Dax standen. "Da laufen vor allem die Bereiche MAN Roland und das Lkw-Geschäft gut. Zudem sieht die Aktie bei über 38 Euro technisch gut aus", hieß es.

Der Neue Markt hatte unter den schwachen US-Vorgaben - der Nasdaq war am Vortag knapp sechs Prozent auf ein neues Jahres-Schlusstief von 3164,55 Zähler eingebrochen - zu leiden. Der Nemax-50 gab 5,54 Prozent auf 5613 Zähler ab. Die meisten Federn im Wachstumsmarkt musste Fabasoft lassen. Der Titel gab mehr als 20 Prozent ab und lag damit knapp hinter Prodacta, die gut 19 Prozent abgaben. Prominester Titel bei den Verlierern im Neuen Markt war Buch.de mit Minus 13 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg der Rex um 0,24 Punkte auf 109,41 Prozent; die Umlaufrendite sank von 5,37 auf 5,34 Prozent.

Der Euro wurde am späten Nachmittag mit 0,9074 Dollar gehandelt. Die Anleger glaubten zunehmend, dass sich die gemeinsame Währung von ihre Tiefstständen entferne, so ein Händler. Er rechne damit, dass der Euro noch in dieser Woche zumindest kurzzeitig bei 92 Cent je Euro gehandelt werde. Die EZB legte den Referenzkurs auf 0,9098 Dollar fest. Für den die US-Währung ergab sich damit ein Kurs von 2,1497 Mark.