Börse Seitwärtsbewegung bei ruhigem Handel
Frankfurt am Main - Der Dax hat am Donnerstag mit 7230 Punkten 0,03 Prozent leichter geschlossen. Die Wachstumswerte im Nemax-50 legten um 0,33 Prozent auf 5637 Zähler zu. Der M-Dax verlor 0,11 Prozent auf 4873 Punkte.
Uneinheitlicher Handel an der Wall Street
In New York präsentierten sich die Börsen knapp behauptet. Der Dow Jones legte leicht um 0,21 Prozent auf 11.168 Punkte zu. Die Nasdaq gewann 0,40 Prozent auf 4027 Zähler.
Während der Markt in Frankfurt auf Impulse warte, bestimmten Einzelwerte das Handelsgeschehen, sagten Händler. "Der Markt ist uninteressant heute, es gibt keine aufregenden Neuigkeiten", hieß es.
Lediglich bei den Technologietiteln hätten die Gewinne der US-Computerbörse Nasdaq für Fantasie gesorgt.
Linde mit deutlichem Kursaufschlag
Linde hat nach einer Berg- und Talfahrt im Plus geschlossen. Die Aktie gewann 3,50 Prozent auf 46,15 Euro. Das Unternehmen hatte am Morgen gute Zahlen vorgelegt.
"Normalerweise heißt es ja ,sell on good news', hier waren die news aber noch besser als erwartet", begründete ein Händler die Kurstendenz.
Technologiewerte im Plus
Weiterhin deutlich im Aufwind präsentierten sich Infineon, die um 4,04 Prozent auf 76,68 Euro kletterten und Epcos mit einem Zuwachs von 4,99 Prozent auf 103,31 Euro. Händler begründeten die Kurszuwächse damit, dass beide Werte als Profiteure bei der Schaffung von UMTS-Infrastruktur angesehen würden.
"Das sind Firmen, die auf dem Gebiet die Nase vorn haben", hieß es. Zudem sei bei Epcos eine Verkaufsorder ausgelaufen, was dem Kurs zusätzlichen Auftrieb verleihe. SAP tendierten unverändert seitwärts.
Telekom erholt sich leicht
Die Aktien der Deutschen Telekom gewannen knapp 2,29 Prozent auf 43,37 Euro. "Die Telekom hat in den vergangen Tagen genug gelitten, da ist schon mal Raum nach oben", kommentierte ein Händler.
Die Marke von 40 Euro sei aber wichtig zu halten, da bei einem Abrutschen auf 33 Euro die geplante Übernahme der US-Gesellschaft VoiceStream seitens der VoiceStream-Aktionäre abgelehnt werden könne. Zudem könnten die am Vormittag bekannte gegebene Erhöhung der Mobilfunkgebühren der T-Aktie zu dem Kurszuwachs verholfen haben.
Metro deutlich im Minus
Auf der Verliererseite präsentierten sich mit deutlichen Abschlägen die Titel von Metro, obwohl der Einzelhändler am Morgen von Analysten erwartete Halbjahreszahlen präsentiert hatte. Metro verloren 3,71 Prozent auf 42,85 Euro.
Händler machten Gewinnmitnahmen sowie eine Gewinnwarnung des in USA tätigen Konkurrenten Albertson's für den Kursrutsch verantwortlich. Zusätzlich belaste die bevorstehende Herausnahme des Wertes aus dem EuroStoxx50-Index den Wert, hieß es.
Spekulationen um die Dresdner Bank
Ebenso im Abwind notierten Finanztitel. Die Aktien der Dresdner Bank gaben um 1,52 Prozent auf 51,85 Euro ab. Einem Bericht des "manager magazin" zufolge hat der Versicherer Allianz möglicherweise vor, die Bank zu übernehmen.
"Hier am Markt hört man auch, die Allianz sei an der Dresdner interessiert", sagte ein Händler. Allianz gaben um 1,87 Prozent auf 380,95 Euro nach. "Die Bank steht nach so vielen gescheiterten Übernahmeversuchen angeschossen da. Allein kann die Bank nicht überleben".
Auch die Papiere der Deutschen Bank gerieten unter Druck. Die Titel notierten 1,58 Prozent tiefer auf 99,90 Euro. "Der Kursrückgang hat keinen substanziellen Hintergrund. Die Deutsche kämpft mit dem Widerstand bei 100 Euro", kommentierte ein Händler.
Euro stabil über der 90 Cent-Marke
Der Euro hielt sich in Frankfurt stabil oberhalb der Marke von 90 Cent und wurde bei 0,9020 Dollar gehandelt. Der Dollar war damit 2,1680 Mark wert.
Am Rentenmarkt gab es nur wenig Bewegung. Der Rentenmarktindex REX stieg um 0,036 Punkte auf 109,74 Zähler. Der Bund-Future war mit 105,39 Punkten um 0,1 Prozent leichter als am Mittwoch. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank am Nachmittag bei 5,31 (Mittwoch: 5,33) Prozent etwas geringer ermittelt.
Euro-Börsen unter Druck
Die Börse in London hat den Handel am Donnerstag knapp behauptet beendet. Der FTSE-100-Index verlor bis Handelsende 9,2 Punkte auf 6557 Zähler. Paris schloss 0,61 Prozent schwächer auf 6461 Zählern.
Gold notierte am Donnerstag in London unverändert. Für die Feinunze wurde beim Fixing am Nachmittag, wie schon beim ersten Fixing ein Preis von 272,60 Dollar ermittelt.